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Roland Kaiser auf der Bühne : „Ich muss nicht singen, ich will“

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Schlagerstar begeisterte am Freitagabend seine Fangemeinde von „Extreme“ bis „Joana“ auf der Elblandbühne in Wittenberge

von
erstellt am 25.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Schon gut eineinhalb Stunden vor Konzertbeginn strömten die Fans auf die alte Olmühle. Denn kein Geringerer als Roland Kaiser hatte sich nunmehr bereits zum dritten Mal in Wittenberge angekündigt. Für Schlagerfans – und bei Weitem nicht nur weibliche – ein unbedingtes Muss. Wer zeitig da war, begab sich zugleich in vorderste Reihe. Die besten Plätze gibt man ja bekanntlich nicht „kampflos“ auf. Für Getränkenachschub sorgte man reihum.

„Wir woll’n den Roland sehn, wir woll’n den Roland sehn“ hallte es übers Gelände als es punkt 20 Uhr war. Ein paar Minuten ließ der Kaiser noch auf sich warten, doch dann ging es los, leider auch der Regen. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch.

„Wenn mir jemand vor 40 Jahren gesägt hätte, 2014 stehe ich in Wittenberge auf der Bühne und Deutschland ist zum vierten Mal Weltmeister…“, begrüßte der Schlagerstar seine große Fangemeinde. Eine Zeitreise über 40 Jahre Bühnenleben, teils mit Bildern, sollte folgen. „In diversen Fernsehshows wurde ich gefragt, wie lange muss man eigentlich singen? Ich habe geantwortet: Ich muss gar nicht singen, ich will singen“, gab der Schlagerstar eine Anekdote preis – Jubel brandete auf.

Und wie er sang: „Dich zu lieben“, „Das fünfte Element“ oder „Manchmal möchte ich schon mit Dir“ – das Fanvolk – und nicht nur die mittlere Generation – präsentierte sich als äußerst textsicher. „Ich danke euch für eure Treue.“ Die Fans dankten es ihrerseits mit riesigem Jubel.

Und wer Platz fand, der schwofte dazu. „Bei seiner Musik kann man so schön mitschunkeln“, ist Christina Meyer aus Malchow begeistert. Mit ihrer Schwester und zwei Freundinnen war sie nach Wittenberge gekommen. „Unsere Männer passen auf die Kinder auf“, meinte Steffi Alert. Man traf viele Frauen-Grüppchen auf der alten Ölmühle – aber eben nicht nur. „Wir waren auch schon in diesem Jahr bei seinem Konzert in Berlin auf der Waldbühne. Aber wir sind nicht solche Fans, die ihm hinterreisen. Die gibt’s bestimmt“, sagte der Perleberger Wulf Dettmer. Ehemalige Prignitzer, die mittlerweile ihre Brötchen woanders verdienen, nutzten die Gelegenheit, das Roland-Kaiser-Konzert mit einem Besuch in der Heimat zu verbinden. „Für Wittenberge ist das Konzert schon etwas Besonderes. Das Ambiente hier auf der Ölmühle ist toll dafür“, sagt Nadine Rachow, die inzwischen in Düsseldorf wohnt.

Die riesige Fangemeinde begeistert an dem Schlagerstar gleich zweierlei: Zum einen die Musik, zum anderen auch die Lebensgeschichte. Seit 2010 steht Roland Kaiser nach einer Lungentransplantation wieder auf der Bühne. Von dieser wollten ihn die Fans am Freitagabend gar nicht mehr runterlassen. Nach „Santa Maria“, einem seiner größten Hits, hallte es nur noch „Zugabe, Zugabe“. Wie heißt es so schön: Das Beste kommt zum Schluss. Mit „Extreme“ und „Joana“ sowie dazu dem größten Chor Wittenberges verabschiedete sich der Star.


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