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Lösung für Perleberg : Ibis übernimmt Kita „Bellagio“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nach der angekündigten Schließung zeichnet sich eine Lösung ab / Gespräche mit dem Eigentümer über Miethöhe dauern an

von
erstellt am 06.Dez.2017 | 05:00 Uhr

Die Ibis – Integrative Bildungsstätten GmbH – übernimmt die Kita „Bellagio“. Erleichterung spiegelt sich in den Gesichtern der Eltern wider. Montagabend hatte Bürgermeisterin Annett Jura sie abermals zu einer Elternversammlung ins Rathaus gebeten. Obwohl, geschuldet der Ereignisse und der Enge des Zeitfensters, der Termin kurzfristig anberaumt werden musste, versuchten alle es irgendwie möglich zu machen, dabei zu sein. Sie wollen wissen, ob es ein Weiter gibt, ihre Kinder in ihren Gruppen zusammenbleiben können und von ihren Erzieherinnen auch im neuen Jahr betreut werden, so der Tenor.

Bärbel Mernitz, die bisherige Betreiberin der Kita „Bellagio“ wie auch der Kindertagesstätten „Happy Kids“, „Märchenschloss“ und der Krippe „Happy Little Kids“ in Wittenberge hatte beide Städte in der vergangenen Woche informiert, dass sie keine der vier Einrichtungen weiter betreiben können. Als Grund nannte sie betriebswirtschaftliche Gründe. Die Betreuung der Kinder wäre demnach ab dem 1. Januar nicht mehr gesichert („Der Prignitzer“ berichtete).

Es geht aber weiter, verkündete Annett Jura am Montagabend. Während die anderen freien Träger von Kitas in der Stadt sich nicht vorstellen könnten, eine weitere zu betreiben, kam von Tom Buchholz, Geschäftsführer der Lebenshilfe, die Zusage. Ein überaus glücklicher Umstand, so die Bürgermeisterin. Denn eine Betriebserlaubnis vom Ministerium zu bekommen, dauere zumeist mehrere Monate. Mit der Ibis, einer Tochter der Lebenshilfe, habe man einen Träger, der Erfahrungen auf dem Gebiet der Kinderbetreuung hat, Referenzen vorweisen könne und in der Prignitz bekannt sei.

Einziger Knackpunkt ist noch der Verwalter bzw. Eigentümer der Immobilie. Mündlich habe jener zwar signalisiert, dass er sich auch über die Dauer eines halben Jahres hinaus vorstellen könne, verminderte Mieteinnahmen für das Haus zu veranlagen. Bis Ende der Woche soll seine Entscheidung vorliegen und dann auch schriftlich mit dem neuen Träger fixiert werden.

„Und wenn es nicht klappt?“, so besorgt ein Vater. Auch dann werde sich eine Lösung finden, betonte die Bürgermeisterin. Welche, darüber wolle sie nicht reden, warb sie um Verständnis. Man sei erst einmal sehr optimistisch, dass es klappt.

Eine weitere Frage aus der Elternschaft: Ist die Ibis nur eine Übergangslösung? Folgen dann wieder Hoffen und Bangen? „Wir möchten auch in Perleberg längerfristig eine Kita betreiben“, reagiert der Geschäftsführer der Lebenshilfe. Ob es klappt, hänge nicht zu letzt von den Eltern ab. Sie müssen bereit sein, ihr Kind weiterhin in diese Kita zu bringen, fügte die Bürgermeisterin an.

Um eine Betriebserlaubnis schnell zu bekommen, sollte sich so wenig wie möglich ändern, ergänzte Tom Buchholz. So werde man an den bestehenden Verträgen wie der Elternbeitragsordnung oder mit dem Essenversorger festhalten. Das gelte auch für Voranmeldungen von Kindern.

Applaus seitens der Eltern am Ende der Veranstaltung. Und man hatte den Eindruck, dass jeder das Angebot auch annimmt und das Aufnahmeformular für die Ibis, das der Geschäftsführer mitgebracht hatte, umgehend ausfüllt und in der Kita abgibt. „Wir brauchen die Daten, um solide planen zu können“, so Buchholz mit Verweis darauf, dass es durch Abmeldungen auch noch freie Kapazitäten gebe.

In Wittenberge will SOS als neuer Betreiber eine Kita im Jugendzentrum „Würfel“ eröffnen.

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