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Schulstart 2016 : Hurra, ich bin ein Schulkind

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Elbtal-Grundschule Bad Wilsnack begrüßt 14 Abc-Schützen, Berge hat zehn Schulanfänger

von
erstellt am 04.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Bauer will Jakob werden und da müsse er schließlich lesen, schreiben und rechnen können. „Außerdem freue ich mich darauf“, erzählt der Stift und deutet auf eine große Schultüte. Mit Jakob erwarten 13 Mädchen und Jungen aus Bad Wilsnack und den umliegenden Dörfern – 13 zählen zum Einzugsgebiet der Elbtal-Grundschule – ganz gespannt ihre Aufnahme in den Kreis der „Großen“. Denn einem Schmetterling gleich, der sich aus einer Raupe entpuppt, haben auch sie sich verwandeln – vom Kindergarten- zum Schulkind, so Schulleiterin Sabine Zander. Statt der Flügel tragen sie einen großen Ranzen und statt sich wie die Raupe an Äpfel und Birnen zu laben, stillen sie fortan auch ihren Wissenshunger. Hilfreich zur Seite stehen ihnen dabei ihre Klassenlehrerinnen Cordula Preuß in der Flex A und Anette Tolle in der Flex B sowie Teilungslehrerin Mareike Gleiniger.

In ihrer ersten Mini-Unterrichtsstunde lernen die Abc-Schützen am Sonnabend schon mal, dass man sich meldet, wenn man die Antwort weiß. Gar nicht so leicht – denn der kleine Mund plappert vielfach noch schneller, als der Finger in der Luft ist. Am Ende steht aber für alle fest: Schule ist schön und „ich kann es gar nicht erwarten, dass es Montag wird“, so Jonas. Er will unbedingt das Wort Lkw schreiben lernen, denn später möchte er Lkw-Fahrer werden. Lina hingegen harrt ganz entspannt der Dinge, die da kommen werden. Aufgeregter sind Mama Ulrike und Papa Andy Schabrahm. „Es ist schon ein großer Schritt und wir müssen lernen, jetzt ein bisschen loszulassen.“

Montag ruft die Schulklingel die Zuckertütenträger zum Unterricht. „Das erste Mal, dass wir um 8 Uhr beginnen“, berichten die Klassenlehrerinnen. Der Grund: Der Schulbus kommt erst so spät. Eine Neuerung, die auf wenig Gegenliebe stößt, denn „Kinder lernen morgens am besten und nicht am Nachmittag.“


Klassenraum frisch renoviert


„Seid willkommen hier an unserer Schule“, und „Hallo Kinder, jetzt geht’s los“ singen Berger Schüler unter der Leitung von Musik- und Mathelehrerin Kathleen Awe zur Begrüßung und führen ein buntes Programm vor. Das legt ein bisschen die Aufregung bei den zehn Abc-Schützen, die am Sonnabend ihren großen Tag in der Kleinen Grundschule Berge haben. „Ich wünsche, dass euch das Lernen jeden Tag Freude bereitet. Wenn es mal einen Tag nicht so klappt, ist das nicht schlimm. Das ist ganz normal. Eure Lehrer, eure Eltern und Großeltern helfen euch dabei“, findet Sieglinde Fuchs, Klassenlehrerin der 1. und 2. Klasse beruhigende Worte. Als die Eltern auf der Bühne die Schultüten übergeben und die Schulanfänger noch eine Sonnenblume, die die Großen gebastelt haben, bekommen, schaut man in zehn glückliche Kindergesichter. Und dann wird es schon mal ernst. Sieglinde Fuchs führt die Abc-Schützen in ihren Klassenraum, der frisch gemalert und mit Teppichboden neu ausgelegt ist. Letzteres war erforderlich, um den Schall für Kinder mit Hörproblemen zu dämmen. „Das ist für uns auch eine neue Erfahrung. Ende nächster Woche kommen noch neue Tische und Stühle für den Raum“, berichtet Schulleiterin Ramona Hoschek, die sich freut, dass alle sechs Lehrkräfte die volle Stundenzahl von 27 haben. In der Kleinen Grundschule Berge wird jahrgangsübergreifend unterrichtet. So lernen die Abc-Schützen mit den 18 Mädchen und Jungen der 2. Klasse. Deutsch und Mathe zum Beispiel werden als Teilungsstunden abgehalten, da sind die Erst- und Zweitklässler getrennt.  
 

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