Hurra, endlich Badewetter

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Leoni, Niklas, Hanna und Quynh (v. l.) vom Hort der Rolandschule Perleberg freuen sich über die Wärme und wollen endlich ins Wasser springen. Fotos: Susann Matschewski (2)

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29. Juni 2012, 06:32 Uhr

Prignitz | Zwar zeigt sich die Sonne nicht durchgehend, ziehen auch mal Gewitterwolken auf: Aber endlich ist es sommerlich warm und damit auch bestes Badewetter. Die Prignitzer Schwimmbäder sind gut gerüstet, nicht nur für die Ferienkinder, sondern für ganz viele Wasserratten.

Damit es aber wirklich ein ungetrübtes Vergnügen wird, sollten nicht nur die Hinweise der Schwimmmeister befolgt werden. Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass vor Langfingern gerade in Freibädern. Denn wenn die kleinen oder großen Wasserfreunde ihrem Hobby frönen, bleiben Taschen und Rucksäcke unbeaufsichtigt. Befinden sich darin Geldbörsen, Handys oder Schmuck, kann es nach dem Bad eine böse Überraschung geben. Im vergangenen Jahr, so weiß die Prignitzer Polizeisprecherin Katy Gollnick, gab es gleich mehrere Anzeigen wegen gestohlener Brieftaschen und Handys. Deshalb der dringende Rat, nur so viel Bargeld mit ins Freibad zu nehmen, wie man für Eintritt und vielleicht noch einen kleinen Imbiss benötigt. Ansonsten unbedingt die Wertfächer in den Bädern nutzen.

Doch die gibt es nur in sehr wenigen Prignitzer Freibädern. Das Schwimmbad im Pritzwalker Hainholz bietet sie. Sie werden über so genannte Pfandschlösser betätigt. Mit anderen Worten, den einen Euro pro Nutzung bekommt man am Ende, wenn man die Wertsachen wieder entnimmt, zurück, erklärt Schwimmmeister Jens-Uwe Engel.

Im Perleberger Schwimmbad gibt es eine solche Möglichkeit nicht. Hier muss jeder selbst auf seine Wertsachen achten. In Ausnahmefällen, so Badleiter Frank Möller, nehme das Aufsichtspersonal mal eine Geldbörse in Aufbewahrung. Ähnlich wird es am Wittenberger Friedensteich gehandhabt. "Wir helfen auch schon mal, aber das muss die Ausnahme bleiben", macht Schwimmmeister Christian Maasch deutlich.

Im Putlitzer Schwimmbad gibt es zwar auch keine Wertfächer. Hier können aber Handys, Geldbörsen oder andere kleine Wertgegenstände an der Kasse abgegeben werden, vermerkt Rettungsschwimmerin Angela Pank. Ähnlich verfährt der Wahrberge Verein, der in Groß Woltersdorf auch den Naturbadesee betreut. Zwar nicht an der Kasse, aber beim Aufsichtspersonal können wertintensivere Gegenstände abgegeben werden. Aber, so Vereinsvorsitzender Halldor Lugowski, das sei eigentlich die Ausnahme. Denn gerade auch für Ferienlager-Kinder gebe es eine bessere Möglichkeit. "Da haben die Betreuer verschließbare Schränke, wo alles aufbewahrt werden kann."

Im Karstädter Schwimmbad muss jeder auf seine Utensilien selbst aufpassen. Wertfächer gibt es nicht. Bisher, so Schwimmmeisterin Manuela Rozycki, sei aber auch nichts weggekommen. Bis auf Fahrräder.

Gerade für diese Gefährte rät die Polizei, sie mit geeigneten Sicherungen an einen festen Gegenstand wie Fahrradständer oder Laternenpfähle anzuschließen. Merkmale des Fahrrades sollten vorher sorgfältig in einen Fahrradpass notiert und sicher verwahrt werden. Bei einem Diebstahl können die Daten dann gleich der Polizei und auch der Versicherung zur Verfügung gestellt werden.

Also gut vorbereiten und dann ungetrübt ab ins kühle Nass. Die Prignitzer Schwimmmeister freuen sich auf die Badegäste.

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