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SOS Hundehilfe in Groß Lüben : Hundehof bald fit für den Winter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Spenden sind gerne gesehen / Zukunft der Katzenstation ungewiss / Im Dezember kein Publikumsverkehr

Als die Tür des Zwingers aufgeht und der Schäferhundmischling Prinz ein paar Runden drehen darf, ist er kaum zu bremsen, freut sich über jede Streicheleinheit. Für Cornelia Grothe, Chefin der SOS Hundehilfe Prignitz e.V. und ihre ehrenamtliche Helferin Irena Schwadke ist das flauschiger Alltag. Als Cornelia Grothe auf einen anderen Zwinger mit den Neuzugängen dieser Woche verweist, wird aber auch klar: So gut wie Prinz geht es nicht jedem Tier.

Zehn Hunde holten die Helfer kürzlich von einem Gnadenhof, auf dem sie kein so gutes Leben hatten. „Zwei Hunde sind behindert, einige hatten Krankheiten, in der Situation, aus der wir sie geholt haben, haben sie sich ständig gegenseitig gebissen“, so Grothe. Die Nothilfekette sprang an, begleitet vom Veterinäramt. Aber auch die Kapazitäten des Hundeshofs sind begrenzt, gerade angesichts des bevorstehenden Winters. „Wir machen zur Zeit alles winterfest und nehmen deswegen auch weniger Hunde auf, damit wir denjenigen, die kommen, einen warmen Platz garantieren können und damit auch jedes Tier einen eigenen geschützten Bereich für sich hat“, erläutert Grothe. Durch geringere Aufnahmen drosseln die Groß Lübener Tierfreunde ihre Kapazität im Vergleich zum Sommer um ungefähr 30 Tiere. Und die Verbliebenen im Vierbeinerasyl brauchen ein dichtes Dach über dem Kopf, die Zwinger müssen mit Heu, Stroh und Sägespänen kuschelig warm gemacht werden. Deshalb würde sich der Verein für die kalte Jahreszeit über Spenden sehr freuen. Ganz oben auf der Bedarfsliste von Prinz und seinen Artgenossen stehen auch warme Decken, da sei der Verschleiß recht hoch. Aber auch wertiges Dosenfutter und Knabberzeug wie etwa Schweineohren dürften dankbare Abnehmer finden.


Keine Einigung beim Thema Fundkatzen


Keine Einigung mit dem Amt Bad Wilsnack gibt es unterdessen in Sachen Einrichtung einer Kastrationsstation für Katzen. Seit etwa zwei Jahren komme man mit dem Amt nicht überein, bei einer Grundausstattung von 1000 Euro im Jahr sei man eine sehr günstige Einrichtung. Bisher habe man in die Katzenstation aus eigener Kraft zirka 4000 Euro gesteckt, dafür Baumaterial immer so günstig wie möglich gekauft. „Erst neulich haben wir mit dem Versprechen einer Kostenübernahme eine Katze zur Kastration vom Amt übernommen, auf die Rückerstattung warten wir immer noch“, so die Vereinschefin. Das Tier hatte vier Junge, alle wurden laut Grothe auf Vereinskosten geimpft. Die Kastrationen, die die unkontrollierte Ausbreitung eindämmen sollen, können ausschließlich aus Spendengeldern erfolgen, im Moment hat der Verein keine Mittel dafür. Weitere Anfragen vom Ordnungsamt auf Tieraufnahme würden aber zeigen, dass der Bedarf nach einer geregelten Katzenaufnahme auf dem Hundehof da sei, allein es führe kein Weg dahin, eine bessere Kostenbegleichung auf die Beine zu stellen. Auf Hinweis des Veterinäramtes habe man jetzt aber beim Landwirtschaftsamt Fördergelder für einen weiteren Ausbau beantragt, eine entsprechende Visite durch die Behörde soll noch in dieser Woche folgen.


Hunde sind kein Weihnachtsgeschenk


Und wie sieht es mit dem Hund als Weihnachtsgeschenk aus? „Wir kennen das Phänomen, dass in der Nachweihnachtszeit die Rückgaben aus solchen Vermittlungen stark ansteigen. Wir wollen nicht, dass Tiere unter dem Weihnachtsbaum landen. Ein Hund ist in meinen Augen kein Geschenk. Deswegen haben wir uns entschieden, dass wir im Dezember nicht für den Besucherverkehr öffnen“, so Grothe.

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erstellt am 24.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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