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Offen Türen in Tierauffangstation : Hund, Katze, Mensch

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Tag der offenen Tür in der Tierauffangstation Kletzke: Verein sucht stets nach Lösungen für in Not geratene Vierbeiner

von
erstellt am 18.Jun.2014 | 12:00 Uhr

Tiere können in Not geraten, wenn es Herrchen oder Frauchen nicht gut geht. Solchen Fällen – aber auch vielen anderen Situationen, die das Leben so mit sich bringt – hat sich der Verein „Hilfe für Tiere in Not“ e. V. verschrieben. Besser bekannt ist er unter der Bezeichnung „Tierauffangstation Kletzke“. Einmal jährlich machen die Aktiven des Vereins und ihre Unterstützer mit einem Tag der offenen Tür auf sich aufmerksam. Unterstützt wurden sie auch dieses Mal dabei wieder von der Kreismusikschule Prignitz, die den Nachmittag am vergangenen Wochenende kulturell umrahmte.

Den Vereinsvorsitzenden, Lutz Thiele, braucht man keine Löcher in den Bauch zu fragen, um Geschichten zu hören, die das Leben schreibt, menschliche und tierische Geschichten. Vor allem aber welche, die das Handeln des kleinen Vereins fordern. Diese Geschichten sprudeln aus dem agilen Mann nur so heraus und sie betreffen immer wieder auch Hunde- oder Katzenhalter, die schwer erkranken bzw. stationär behandelt werden müssen und dann mitunter nicht wissen, wohin mit ihren Vierbeinern. Solche Tiere finden vorübergehend Aufnahme in Kletzke. Ebenso aber auch ganz spezielle Fälle, wie der der Therapiehündin aus der CJD-Wohngruppe „Campino“ in Perleberg. Vergangenes Jahr wurde der angeblich sterilisierte Vierbeiner, nach einem kurzen „Ausflug“, trächtig. Der Wurf konnte keinesfalls in der Wohngruppe erfolgen. Der Verein half, nahm die Hündin kurzfristig auf. Sechs Welpen brachte sie zur Welt – sechs Kinder leben in der Wohngruppe. „Sie besuchten uns hier, jedes der Kinder durfte ein Hundebaby taufen – ein tolles Erlebnis“, erzählt Lutz Thiele. Aus eigenen Kräften und mit Unterstützung des CJD wurden alle Tiere in gute Hände vermittelt, es gab mehr Bewerber als Vierbeiner. Die Hündin befindet sich wieder bei „Campino“. Am 13. August werden die Hundekinder ein Jahr alt. Dann soll es ein Wiedersehen mit den Menschen-Kindern geben, arrangiert vom Verein und vom CJD, so Lutz Thiele.

Vier Hunde und fünf Katzen wurden in diesem Jahr bereits vermittelt. „Wir versuchen, immer auch Kontakt zu den Familien zu halten, in die wir unsere Schützlinge geben“, unterstreicht Lutz Thiele. Aktuell suchen 13 Katzen und sieben Hunde, Rasse und Alter unterschiedlich, ein neues Zuhause. Über Sach-, Futter- und Geldspenden freuen sich die Vereinsmitglieder jederzeit, ebenso wie über tätige Hilfe. Denn personell ist speziell der Vorstand derzeit alles andere als gut bestückt. Vor kurzem verstarb die Kassenwartin, ein sehr aktives Mitglied, das sich auch rege um Öffentlichkeitsarbeit und Marketing kümmerte.


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