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Der Prignitzer

22. November 2017 | 19:47 Uhr

Hund hetzt Schafe in Breetz zu Tode

vom

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2013 | 06:19 Uhr

Breetz | Schockiert berichtet Horst Oppenhäuser über den Verlust mehrerer seiner Schafe. Offenbar hat ein frei laufender Hund die Tiere zu Tode gehetzt oder in einen Wassergraben getrieben.

Eigentlich hält er die Tiere auf einer Koppel hinter dem Kulturhof. "Die Fläche ist seitlich eingezäunt und wird gegenüber von dem Wassergraben begrenzt, über diesen würden die Tiere nicht freiwillig gehen", sagt er. Der erste Vorfall habe sich bereits im Februar ereignet. "Dabei haben wir zwei Tiere verloren", so Oppenhäuser.

Zunächst dachten sie an einen unglücklichen Zufall. Doch dann traf es in der vergangenen Woche ihren Nachbarn. Auch er habe ein totes Schaf zu beklagen. "Sein Hund hat nachts angeschlagen, aber zu sehen oder zu hören war sonst nichts", sagt Oppenhäuser.

In dieser Woche war erneut seine kleine Herde betroffen. Drei Tiere sind tot. "Der Bock konnte fliehen, sprang offenbar über den Wassergraben und stand am Morgen auf dem Grundstück des Nachbarn." Für zwei Muttertiere und ein Lamm kam jede Hilfe zu spät. Ein weiteres Muttertier und drei Lämmer wurden verletzt. "Blutige Bissverletzungen hatten alle Tiere, aber diese führten laut unserem Tierarzt nicht zum Tode", so Horst Oppenhäuser. Die Tiere verendeten im Graben, seien ertrunken oder vielleicht auch an den Folgen eines Schocks gestorben.

Einen Wolf schließen Oppenhäuser und der Tierarzt aus. "Wir haben die Fährten eines großen und eines kleineren Hundes gefunden. Die Bissverletzungen könnten vom kleinen Hund stammen." Alles deute daraufhin, dass der oder die Hunde zeitweilig ausgebüxt seien, aber nicht generell wildern. "Wären sie ausgehungert gewesen, hätten sie die Schafe wahrscheinlich angefressen", vermutet Oppenhäuser, der insgesamt fünf Tiere verloren hat.

Dem geretteten Muttertier und dem einen Lamm gehe es bereits wieder gut. Das zweite Lamm sei noch sehr schwach, müsse gefüttert werden, aber erhole sich langsam. Es hat auch schon wieder gestanden. Nachts bleiben die Tiere vorläufig im Stall. Das Risiko auf der Koppel sei einfach zu groß.

"Ich hoffe und wünsche mir, dass durch diesen Beitrag der mögliche Hundehalter aufmerksam wird und reagiert, so etwas nicht noch einmal passiert", sagt Oppenhäuser. Das Veterinäramt des Kreises ist in diesem Fall nicht zuständig und verweist an das Ordnungsamt Lenzen-Elbtalaue. Dessen Leiter war gestern aber nicht im Haus und somit nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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