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Ökologischer Anbau in Wittenberge : Hummeln und Wespen helfen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Gartenbaubetrieb Haering setzt in der Tomatenproduktion auf tierische Unterstützung

von
erstellt am 15.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Steffen Haering setzt in seinem Gartenbaubetrieb in der Wahrenberger Straße auf tierische Helfer. In den Gewächshäusern mit den Tomatenpflanzen leben Erdhummeln als Untermieter. Die braun-gelben Flieger steuern eine Blüte nach der anderen an, bestäuben sie so. Seit Jahren schon mache Haering mit den Insekten gute Erfahrungen, wie er sagt, denn der Ertrag stimmt. Die Hummeln selbst profitieren nur bedingt von ihrem Eifer, wenn sie von Blüte zu Blüte brummen, deshalb ist jedes Nest eines Hummelvolkes, das der Gärtnermeister erwirbt, mit einer Glukoselösung ausgestattet. „Es dient der Ernährung, bis das Volk sich soweit entwickelt hat, dass die Hummeln mit ihrer Königin ausschwärmen.“ Für den Gartenbaubetrieb ist es dann an der Zeit, für ein neues Hummelvolk zu sorgen.

Weitere tierische Helfer in den mit rund 7000 Tomatenpflanzen bestandenen Gewächshäusern sind Schlupfwespen. Die bevorzugte Nahrung dieser Nützlinge sind Blattläuse und Weiße Fliegen. „Die Schlupfwespen sind für uns die Alternative zum Einsatz von Sprühmitteln gegen diese Insekten“, erklärt Haering das ökologischere Herangehen. Die Schlupfwespen kommen übrigens nicht als fertig entwickelte Insekten in die Gärtnerei, sondern als Eier, die zu Hunderten auf Papierplättchen haften.

Gegenwärtig wachsen in der Wahrenberger Straße auf der Hälfte der 6500 Quadratmeter unter Glas bzw. Folie Tomaten. „Es ist derzeit unsere Hauptproduktion“, so Haering. Neben den klassischen roten, wachsen gelbe und organgefarbene Tomaten heran, reifen fast schwarze Früchte an den großen grünen Pflanzen und auch kleine längliche von besonderem Aroma. Apropos Aroma: Haering ist davon überzeugt, „dass unsere Art der Produktion, nämlich die Pflanzen in Erde zu halten und sie – genau dosiert – mit Dünger zu versorgen, sich im Geschmack auszahlt.“ Hinzu komme, dass der kurze Weg von der Produktion bis zur Vermarktung in der Gärtnerei selbst, aber auch auf den Wochenmärkten und in den betriebseigenen Verkaufsstellen, der Qualität förderlich ist.  

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