Hürden vor Fördergeldern

Ob die volkskundliche Ausstellung im Regionalmuseum von EU-Mitteln profitieren kann, wird zunächst einmal in der Prignitz entschieden

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11. November 2015, 12:00 Uhr

Während der geplante Anbau an das Oldtimer- und Technikmuseum für die Unterbringung einer Dampfmaschine nicht aus Mitteln des europäischen Leader-Programms förderbar sein wird, rechnet sich die Stadt für die Gestaltung der neuen Volkskunde-Ausstellung im Regionalmuseum noch Chancen auf Gelder aus. Darüber wurde am vergangenen Dienstag im Kulturausschuss berichtet, der „Prignitzer“ griff das Thema am Donnerstag auf. Bauamtsleiter Hagen Boddin bremst jedoch die Erwartungen ein wenig. Bei einem Pressetermin mit Bürgermeisterin Annett Jura erläuterte er vorgestern, dass dieser Antrag zunächst eine regionale Hürde nehmen müsse, bevor Landesgremien darüber weiter befinden.

Entscheidend sei der Beirat der Lokalen Aktionsgruppe Storchenland Prignitz (LAG). Die LAG begleitet die Umsetzung der Regionalen Entwicklungsstrategie (RES), in deren Rahmen die EU-Mittel in der aktuellen Förderperiode vergeben werden. „Die nächste Beiratssitzung findet am 16. November statt. Danach wissen wir mehr“, so Hagen Boddin. Zumindest sei dann klar, ob das Projekt zur Förderung weiterempfohlen werde. Letztlich entscheidend ist das Votum des Landesamtes für Ländliche Entwicklung. Da es sich um ein Vorhaben im Stadtgebiet, also keines in direktem ländlichem Umfeld handele, sei dann auch seitens des Landesamtes eine Ausnahmeprüfung erforderlich. „Aber, wie gesagt: Ob das auf die Prioritätenliste kommt, entscheidet zunächst der LAG-Beirat“, dämpft Hagen Boddin allzu große Euphorie.

Das Projekt für den Dampfmaschinen-Anbau habe die Stadt zunächst einmal bis 2016 zurückgestellt, informiert der Amtsleiter. Der Finanzausschuss hatte im Juni sein Ja für die vorfristige Bereitstellung von 5700 Euro für den Planungsvorlauf gegeben – Voraussetzung, um Fördermittel beantragen zu können. Einst trieb die Dampfmaschine Geräte im Sägewerk Ritter an, erzeugte Strom und Wärme. Seit mehr als 20 Jahren steht sie aber nun schon auf dem Altenteil, soll als technisches Denkmal eine Renaissance erleben, so die Idee der Oldtimerfreunde und der Stadt. Aufarbeitung, Umsetzung und Präsentation der Maschine wollen die Oldtimerfreunde in die Hand nehmen. Voraussetzung ist aber ein eigenes Domizil für das Denkmal.  

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