Speicher Ausgebaut : Hotel Nummer 2 auf der Ölmühle

Es ist geschafft: Die Genesis-Gesellschafter Lutz (l.) und Jan (r.) Lange durchtrennen gemeinsam mit Minister Gerber, Landrat Uhe und Bürgermeister Dr. Hermann (v. l.) das symbolische Band.
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Es ist geschafft: Die Genesis-Gesellschafter Lutz (l.) und Jan (r.) Lange durchtrennen gemeinsam mit Minister Gerber, Landrat Uhe und Bürgermeister Dr. Hermann (v. l.) das symbolische Band.

Nach sieben Monaten Bauzeit gestern Einweihung für das Neue im Speicher / Genesis: In zehn Jahren über zehn Millionen Euro investiert

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17. Juni 2016, 10:00 Uhr

In nur sieben Monaten hat sich die Zahl der Hotelzimmer auf der alten Ölmühle knapp verdoppelt, stieg von 31 auf 61. Seit gestern ist das Speicherhotel offiziell eröffnet. Dass der SPD-Landtagsabgeordnete Holger Ruprecht dort schon eine Nacht zuvor logierten, hatte einen ganz einfachen Grund: „Unser anderes Hotel war total ausgebucht“, sagte gestern Genesis-Gesellschafter Lutz Lange. Er begrüßte Gäste aus Politik – darunter die Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler (SPD) und der Landtagsabgeordnete Thomas Domres (Linke) – sowie Verwaltung, Partner und Firmenvertreter im neuen Hotel. Die kleine Episode verdeutlicht, wie richtig die Entscheidung für die Investition gewesen sei, sagte Lange. Als geschäftsführender Gesellschafter untersetzte Jan Lange das mit Zahlen: In der Tourismussaison beträgt die Auslastung im Villahotel der Ölmühle bis zu 95 Prozent.

Das Speicherhotel werde die Nachfrage ankurbeln, Wittenberge als Standort stärken, davon profitieren auch die anderen Anbieter, sagen die Langes und warten mit einem ganz aktuellen Beispiel auf. Am Montag beginnt hier eine große internationale Tagung. Die beiden Ölmühl-Hotels sind ausgebucht. „Wir arbeiten mit Partnern in der Stadt zusammen, um die Gäste unterzubringen“, so Lutz Lange.

Stichwort Tagungstourismus. Dieser funktioniert das ganze Jahr über, bringt kontinuierlich Besucher nach Wittenberge. Das neue Hotel ist ein Schritt in diese Richtung, wertete Dieter Hütte als Geschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH. „Derartige Investitionen stärken und beleben eine Region.“

Zuvor hatte bereits Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) von den Visionen, dem Mut und der Zielstrebigkeit gesprochen, die die Investoren kennzeichnen, und von den Partnern an ihrer Seite, die derartige Projekte einschließlich der Finanzierung möglich machen. Ohne gute Partner beim Landkreis, gestern vertreten unter anderem durch Landrat Torsten Uhe, bei der Stadt, repräsentiert unter anderem durch Bürgermeister Dr. Oliver Hermann, beim Land und auch im eigenen Unternehmen funktionierten derartige Vorhaben nicht, dankten die Langes für das fruchtbare Miteinander seit Jahren.

Als die jetzigen Genesis-Gesellschafter vor zehn Jahren ihr Konzept für die Industriebrache auf den Weg brachten, „wollten wir 2,5 Millionen Euro investieren“. Aber: „Das Objekt hat uns überrollt. Wir haben bisher 10,5 Millionen investiert, davon 2,5 Millionen an Fördergeldern“, so Lutz Lange. Und es ist noch nicht zu Ende.

Im Herbst will die Genesis GmbH im Obergeschoss mit dem Ausbau einer spektakulären Wellnesslandschaft von rund 1600 Quadratmetern beginnen. „Wir wollen das Dach öffnen, viel Glas einschließlich eines frei nach außen ragenden Arms wird die Elblandschaft unmittelbar erlebbar machen“, schilderte Lange bei einem Rundgang mit Gästen. Der Brandenburger Tourismuschef ist davon überzeugt: „Mit so einer Anlage erregen Sie europaweit Aufmerksamkeit.“

Gestern Nachmittag beim Tag der offenen Tür guckten sich sehr viele Wittenberger das neue Hotel an – und waren in der überwiegenden Zahl hoch begeistert.

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