Hortkapazität wird aufgestockt

Zu den zwei Handwerksfirmen, die die neuen Horträume herrichten, gehört neben dem Heizungsbau Schöne aus Pröttlin auch der Betrieb von Rainer Kobs (im Bild) aus Postlin. Manfred Drössler
Zu den zwei Handwerksfirmen, die die neuen Horträume herrichten, gehört neben dem Heizungsbau Schöne aus Pröttlin auch der Betrieb von Rainer Kobs (im Bild) aus Postlin. Manfred Drössler

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21. Mai 2013, 06:25 Uhr

Karstädt | Handwerker sorgen gegenwärtig dafür, dass sich zum Schuljahr 2013/14 die Hortkapazität in der Kita "Kinderland" Karstädt von gegenwärtig 30 auf etwa 45 Plätze erhöht und somit auch Hortkinder aus der Kita Premslin aufgenommen werden können. Damit werden dort dringend benötigte Plätze insbesondere für den Krippenbereich frei. Derzeit werden in Premslin außer elf Krippen- und 26 Kindergartenkinder 13 Hortkinder betreut.

Die Gemeinde hatte mehrere Varianten geprüft, um in dem Ortsteil die Einrichtung zu erweitern, doch würden gerade mal acht Plätze neu entstehen - Aufwand und Nutzen ständen in keinem Verhältnis. "Bleiben könnten in Premslin die Hortkinder der 1. Klassen", nennt Hautamtsleiter Sven Steinbeck einen Kompromiss. Alle anderen Mädchen und Jungen, die bisher Hortkinder in Premslin waren, besuchen ab dem neuen Schuljahr den Hort in Karstädt.

Die räumlichen Bedingungen, die zusätzlich geschaffen werden, sind optimal: es entsteht ein neuer Sportraum, kombiniert mit einem Vorraum für Sportgeräte. Im Obergeschoss wird ein Gruppenraum für Hausaufgaben und Beschäftigungen hergerichtet, komplett neu entsteht auch eine Sanitäreinrichtung.

Mitte Juni sollen die Innenarbeiten abgeschlossen sein. Erneuert werden außen noch die Anrampung und Treppen, auch soll der Außenbereich zur Straße ein attraktiveres Aussehen erhalten. Die genannten Arbeiten einschließlich Möblierung der Horträume gehören zum 2. Bauabschnitt der Kita-Sanierung, der 1. BA umfasste 2012 die Erneuerung von Fassade, Fußböden, Türen und Eingangsbereich. Für die Gesamtmaßnahme stehen 215 000 Euro zur Verfügung, 135 400 Euro davon werden gefördert. Ursprünglich wollte die Gemeinde die Einrichtung als Integrationskita herrichten (Kosten 424 000 Euro), doch da zugleich auch das Mehrzweckgebäude im Sport- und Freizeitpark (Kostenrahmen 335 200 Euro) komplett saniert werden sollte und beide Vorhaben das Budget sprengten, entschlossen sich die Abgeordneten nicht ohne Pro und Kontra, die Kita-Investition abzuspecken.

Zum Rechtsanspruch, Eltern für Kinder unter drei Jahren ab 1. August 2013 einen Krippen-Platz bis zu sechs Stunden zur Verfügung zu stellen, meinte Steinbeck: "Diesem Rechtsanspruch können wir innerhalb unserer Gemeinde nachkommen." In Karstädt selbst dürften nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen, da der Krippenbereich mit ca. 20 Plätzen nicht ohne weiteres erweiterbar ist, da in der Höhe für die Toiletten, Waschmöglichkeiten usw. besondere Anforderungen gelten. "Als Alternative bestehen jedoch Betreuungsmöglichkeiten in den anderen sechs Kita der Gemeinde", so der Hauptamtsleiter. Seit 2008 nutzte die Kommune Möglichkeiten zur verbesserten Ausstattung (Mobiliar, Sonnensegel, Besteck usw.) über die U 3-Förderung.

Hortarbeit wird übrigens außer in Karstädt noch in Dallmin und Groß Warnow geleistet. Aktuell werden in den sieben kommunalen Kitas 310 Mädchen und Jungen von 33 Erzieherinnen in Voll- und Teilzeitbeschäftigung betreut. Mit einer Betriebserlaubnis für 130 Kinder (aktuelle Belegung 107 Mädchen und Jungen) ist die Kita Karstädt die größte Einrichtung. "Sehr am Herzen liegt uns auch die Absicherung der Kinderbetreuung durch qualifiziertes Fachpersonal", erklärt Steinbeck. Neu eingestellt wurden in diesem Jahr drei Kräfte mit einem staatlich anerkannten Abschluss als Erzieherin.

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