Unwetterbilanz in Wittenberge : Horning und Keller überflutet

Land unter: Der Horning ist bei Starkregen regelmäßig unter Wasser gesetzt. Fotos: Feuerwehr
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Land unter: Der Horning ist bei Starkregen regelmäßig unter Wasser gesetzt. Fotos: Feuerwehr

Feuerwehr muss nach Starkregen zu mehreren Einsätzen ausrücken

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03. Juni 2016, 21:00 Uhr

Der Starkregen am Donnerstagabend hat die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr auf den Plan gerufen. Zwischen 20 und 22.45 Uhr mussten sie zu neun Einsätzen ausrücken. Laut Deutschem Wetterdienst in Potsdam fielen in Breese in den vergangenen 24 Stunden 24 Liter Regen auf den Quadratmeter.

Im Horning stand ein Auto bis über die Räder im Wasser. „Es lief in den Innenraum und wir mussten es herausziehen“, so Wehrsprecher Norman Rauth gestern gegenüber dem „Prignitzer“. Die Straße selbst musste im Abschnitt zwischen dem Weisener Weg und dem ehemaligen Supermarkt freigepumpt werden. Bei jedem Starkregen sammeln sich Wassermassen im Horning. Warum? „Dort befindet sich ein Altleitungssystem aus DDR-Zeiten. Die Kanalisation ist noch nicht modernisiert und kann die Wassermengen nicht aufnehmen“, so Bernd Insel, Technischer Bereichsleiter des Eigenbetriebes Abwasserentsorgung. Auch bei kleineren Gewittergüssen stünde die Straße deswegen unter Wasser. „Wir müssen mit dem Bauamt reden, wie es besser werden kann, denn es ist kein schöner Zustand“, stellt Insel fest. Vor der Baumaßnahme habe es auch an der Unterführung Hartwigstraße oft Probleme gegeben. „Nun kann das Wasser besser ablaufen, auch wenn die Mengen nicht gleich, sondern kontinuierlich abfließen“, erklärt Insel.

Am Donnerstagabend gerieten auch drei Keller in der Karl-, Park- und der Allende-Straße unter Wasser. „Doch nur bei dem in der Parkstraße mussten die Kameraden das etwa 20 Zentimeter hoch stehende Wasser abpumpen“, sagt Norman Rauth. In den anderen beiden Fällen war die Menge dafür zu gering. Insgesamt waren 29 Feuerwehrmänner im Einsatz. Bei dieser Wetterlage seien neun Einsätze eher normal, ordnet Rauth den Abend ein. „Wir hatten auch schon mal 15 Einsätze.“

Einige Bäume haben das Unwetter nicht überstanden. So fiel in der Elbstraße ein Exemplar auf eine Telefonleitung, so dass der Baum zersägt wurde. In der Wahrenberger Straße zerbrach ein Baum und lehnte an einem anderen. „Mit einer Seilwinde wurde er zu Fall gebracht und zersägt“, schildert Rauth.

Ebenfalls beseitigt wurde ein dicker Ast, der bei Garsedow auf der Straße lag. Trotz der zahlreichen Einsatzorte fällt die Bilanz der Feuerwehr positiv aus. „Alles in allem hatten wir Glück. Wenn ein Unwetter von Nordosten heranzieht, bekommt Wittenberge fast immer etwas ab“, meint Norman Rauth.


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