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Der Prignitzer

25. November 2017 | 05:10 Uhr

Holzüberbau gestern abgenommen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Endlich: Baustart für die Hagenbrücke, die seit einem Jahr schon gesperrt war

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Am 10. Dezember war Bauanlaufberatung und gestern war es endlich soweit: Der alte Holzüberbau der Hagenbrücke wurde abgenommen. „Damit haben wir mit den Abbruch- und Abrissarbeiten zumindest noch in diesem Jahr begonnen“, so Bauamtsleiter Hagen Boddin.

Den Zuschlag für die Brückenarbeiten hat die Firma Hoch-, Tief- und Kulturbau Wusterhausen erhalten. Sie hat übrigens auch die Brücke am Wallgebäude gebaut, kennt sich also aus mit den Perleberger Gegebenheiten. Insbesondere gilt es hier, naturschutzrechtlichen Belangen Genüge zu tun. Der Hagen ist ein Gartendenkmal, das heißt, es gibt Auflagen. „Und auch betreffs des Flusslaufes gab es Forderungen der Naturschutzbehörde“, fügt Hagen Boddin an. Beispielsweise müsse sichergestellt werden, dass Abbruchmaterial nicht in den Gewässerlauf falle. Das heißt: „Wir werden mit dem eigentlichen Abbruch erst beginnen, wenn die Baugrube trockengelegt ist“, so der Bauamtsleiter.

Während der Hagengraben abgesperrt werde, gebe es einen sogenannten Notüberlauf, so dass das Wasser über das Flussbett der Stepenitz abgeleitet werde.

Entstehen soll hier eine Aluminium-Trog-Brücke in Fachwerkkonstruktion, ähnlich der am Wallgebäude. 115 000 Euro sind als Auftragssumme angesetzt „und damit liegen wir gut in unserer Kostenschätzung“, betont Boddin.

Rückblick: Seit Ende November 2014 führt kein Weg mehr über die Brücke in Verlängerung der Hagenstraße, was auf massive Kritik bei den Anliegern stieß, die an die 400 Unterschriften sammelten.

Eine Sperrung war dennoch unumgänglich. Denn eine Brückenprüfung belegte, dass Sicherheit und Tragfähigkeit nicht mehr gewährleistet seien. Damit stand ein Ersatzneubau im Raum. Zuvor musste sich die Stadt mit dem Landesumweltamt (LUGV) aber über die Besitzverhältnisse einigen. Bis dato war strittig, wem die Brücke eigentlich gehört.

Schließlich wurde eine Vereinbarung zum Neubau der Hagenbrücke abgeschlossen. Diese sieht vor, dass sich nun beide an den Kosten des gemeinsamen Vorhabens beteiligen, das LUGV zu 75 Prozent, die Stadt zu 25 Prozent. Nach Fertigstellung geht die Baulast, sprich die Brücke, in die Hoheit der Stadt über. Und damit rechnet der Bauamtsleiter Mitte Mai, „vorausgesetzt, wir bekommen keinen langen, harten Winter“.  

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