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Der Prignitzer

24. November 2017 | 21:31 Uhr

Holzfiguren haben jetzt Doppelgänger

vom

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2012 | 07:31 Uhr

Bad Wilsnack | Mit Unterstützung von Fördermitteln aus dem Leader-Programm der EU wird in diesem Jahr der Eingangsbereich der Wunderblutkirche in Bad Wilsnack umgestaltet. Über diese und weitere Baumaßnahmen, die in den kommenden Monaten anstehen, informierte Pfarrer Daniel Feldmann in einem Gespräch mit unserer Redaktion. "Der genaue Starttermin ist noch nicht klar, das hängt sehr von der Umgebungstemperatur ab. Im Herbst soll das Projekt aber umgesetzt sein", so Feldmann. Mit der Umgestaltung einher geht auch die Einführung von Audioguides, die den Besucher künftig wahlweise auf Deutsch oder Englisch zu den Sehenswürdigkeiten in der Wunderblutkirche führen. Eingebettet wird die elektronische Gästeführung in ein neues Gesamtkonzept zur Gestaltung des Kircheninnenraums, an dem man gerade arbeitet.

Zwei "alte Bekannte" kehren zudem dieses Jahr ins Gotteshaus zurück: Die beiden Figuren aus Lindenholz. 2010 waren Restauratoren bei Untersuchungen an der Westwand auf dem Sims hoch über der Orgel auf die Figuren gestoßen. Sie stammen vermutlich aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, waren ursprünglich bunt bemalt. Die beiden Originale wurden bzw. werden im Rahmen einer Diplomarbeit in Dresden restauriert. "Eine befindet sich bereits in der Kirche, um sich hier an das Klima zu gewöhnen", so Daniel Feldmann. Die Originale sollen künftig in einer eigens angefertigten Glasvitrine aus der Nähe zu bestaunen sein - während man auf den ursprünglichen Standort zwei Repliken setzen will. "Das soll im Rahmen der Westwandgestaltung erfolgen. Dafür wurde eine Förderung beantragt", informiert der betreuende Architekt, Richard-Albrecht Küsell aus Neuhausen (Amt Putlitz-Berge). Gefertigt hat die Figuren - wie auch die Originale bestehen sie aus Lindenholz - der Berliner Bildhauer Claus Spies, Restaurator Oliver Helle aus Rhinow kolorierte sie. Finanziert wurde das Ganze von der Sparkassenstiftung der Sparkasse Prignitz.

Umfangreichere Bauarbeiten stehen in diesem Jahr auch am Pfarrhaus an: Es bekommt einen neuen Dachstuhl. Das Holz im jetzigen Dach enthält Giftstoffe, soll deswegen entfernt werden. Zwei Drittel des dafür benötigten Geldes stellt der Kirchenkreis zur Verfügung, ein Drittel kommt aus dem Pfarrsprengel. Das Gemeindebüro soll, nach den jetzigen Planungen, künftig hier ein neues Domizil finden. Auch der Pfarrer selbst zieht in das Haus, sobald die Dachstuhlsanierung abgeschlossen ist.

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