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Finanzen : Hohe Kosten für den Kuhfürstendamm

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Berger Gemeindevertreter beschließen Prioritätenliste für Vorhaben bis 2019

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erstellt am 01.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Drei große, 16 mittlere und zehn kleine Projekte arbeiteten die Gemeindevertreter aus Berge für ihre Prioritätenliste für die laufende Legislaturperiode bis 2019 heraus und beschlossen sie abschließend. Zu den Großbaustellen gehören die Befestigung des Randstreifens am Kleester Weg, die Sanierung des sogenannten „Kuhfürstendamms“ (neu bauen) und der Ausbau der Königsmühle. Bei den mittleren Vorhaben stehen die Reparaturen der Fußwege in allen Ortsteilen an oberster Stelle. Genauso hoch im Kurs ein Gemeinderaum für Berge, die Sanierung des Fußbodens im Gemeindehaus Kleeste oder die Sanierung der Trauerhalle in Berge.

„Es ist nur eine Agenda. Die großen und mittleren Projekte müssen dann jeweils einzeln auf den Tisch kommen, ob wir sie uns zeitnah leisten können. Das hängt auch von Förderungen ab, wann bekommen wir welche für welches Projekt“, so Bürgermeister Werner Eckel.

Der Haushalt an sich sieht für die kommenden Jahre nicht so schlecht aus. „Aber auch in den nächsten Jahren wird es kein ausgeglichener Etat sein“, so Amtskämmerer Hergen Reker. Das Finanzminus bewegt sich um die 140 000 Euro. Allerdings hatte Reker in dem ersten Haushaltsentwurf bereits Investitionen in größerem Maße bei entsprechender Förderung eingeplant. Darunter fallen der Ausbau des Weges Milchviehanlage mit einem Eigenanteil der Gemeinde von rund 148 000 Euro (Förderantrag auf rund 250 000 Euro gestellt), genauso wie die Sanierungen der Friedhofskapellen in Berge und Muggerkuhl. Auch hier sind Förderanträge von insgesamt knapp 40 000 Euro gestellt, für die Gemeinde bliebe für beide Projekte ein Eigenanteil von etwa 24 000 Euro. „Bei unserem Finanzminus sollten wir nicht alles machen“, so der Bürgermeister.

Was die Berger Gemeindevertreter allerdings rigoros ablehnten und somit auch den ersten Haushaltsentwurf, ist ein weiterer Antrag auf Altersteilzeit in der Verwaltung. Da müsste die Gemeinde eine Rückstellung von rund 60 000 Euro stemmen. Das könne sie sich nicht leisten, dann müsse der Amtsdirektor eben diesen Antrag nicht genehmigen. In Berge sei man ja schon froh, dass man überhaupt nach den vergangenen Jahren wieder ein bisschen investieren könne.  

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