Hoffmanns Hotel: Bauantrag gestellt

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27. September 2012, 06:46 Uhr

Perleberg | Der Bauantrag für die Sanierung des Haupthauses von Hoffmanns Hotel sei schon vor Monaten gestellt worden und liege jetzt bei der Bauaufsicht. Weitere fachliche Unterlagen seien nachgereicht worden. Vorbereitet würden jetzt auch die Unterlagen für den Modernisierungs- und Instandhaltungsvertrag, der mit der Stadt, konkret mit deren Sanierungsträger BIG Städtebau abzuschließen sei. So beschreibt Architekt Stefan Kunzemann, Mitglied des Altstadtvereins, die gegenwärtige Situation. Denn das stadtbildprägende Einzeldenkmal, konkret der Stand des Sanierungsvorhabens war am Mittwoch abend erneut Thema in der Arbeitsgemeinschaft (AG) Stadtgestaltung. Über das so genannte Teilprogramm SSE (Sanierung, Sicherung und Erwerb von Altbau-Immobilien) im Rahmen des Stadtumbaus Ost, das eine hundertprozentige Förderung verheißt, wurden für die Sicherung des denkmalgeschützten Hauses 300 000 Euro eingestellt. Das Anwesen war im Januar 2010 durch einen Großbrand stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Förderung reichte, um das Dach und auch die Fassade fachmännisch herzurichten, nicht aber, um das Haus komplett zu sanieren. Allerdings, so verdeutlicht Kunzemann, der im Auftrag des Eigentümers der Immobilie agiert, müsse auch das innere Tragwerk für Dach und Fassade saniert werden.

Sorge hat beispielsweise Jürgen Hennig als Mitglied der AG Stadtgestaltung, dass die Arbeiten nicht rechtzeitig vollzogen werden könnten, beispielsweise wegen des Straßenbaus am Hohen Ende und in der Gasse an der Mauer. Perlebergs Bauamtsleiter Hagen Boddin sieht darin nicht das Problem. Das müsse dann koordiniert werden, und das sollte möglich sein, erklärte er auf "Prignitzer"-Nachfrage. Denn auch die Stadt habe ein großes Interesse daran, dass das sehr hochrangige Denkmal erhalten werde.

Ein weiteres Ansinnen der AG-Mitglieder sei es, mit den Verantwortlichen über die Grundstücksentwicklung in der Innenstadt ins Gespräch zu kommen, wie Hennig deutlich macht. Konkret spricht er die Situation in der Uferstraße/Schuhstraße an. Was solle aus den Lücken nach Gebäudeabriss werden, um den Stadtkern zu erhalten, fragt Hennig. Entstehe erst einmal ein befestigter Parkplatz, "ist die Sorge groß, dass an dieser Stelle nichts Neues mehr gebaut wird". Boddin ist gesprächsbereit, stellt aber klar, dass nicht jedes Gebäude erhalten bzw. saniert werden könne, mitunter eben auch Kompromisse eingegangen werden müssten.

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