Besucherzentrum Rühstädt : Hoffen auf gutes Storchenjahr

Sieger des Malwettbewerbs: Anton Herders, Kilian Ziegler und Marcelino Kwiek (vorne, v.l.). Mit ihnen freuen sich Susanne Künstler von der VR-Bank, Heike Ellner, Leiterin Biosphärenreservat, und Martina Grade, Mitorganisatorin des Wettbewerbs.  Fotos: niemeyer
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Sieger des Malwettbewerbs: Anton Herders, Kilian Ziegler und Marcelino Kwiek (vorne, v.l.). Mit ihnen freuen sich Susanne Künstler von der VR-Bank, Heike Ellner, Leiterin Biosphärenreservat, und Martina Grade, Mitorganisatorin des Wettbewerbs. Fotos: niemeyer

Das Besucherzentrum Rühstädt eröffnet die neue Saison und lockt mit Dauerausstellung sowie neu eingerichtetem Erkundungsparcours.

svz.de von
10. April 2017, 05:00 Uhr

18 Brutpaare und sechs Einzeltiere: Der Storchenzug sei in vollem Gange, sagt Naturparkranger Jürgen Herper am Rande der Saisoneröffnung im Besucherzentrum Rühstädt. Aus Sicht der Tiere hat die Saison schon begonnen. So wurde Meister Adebar am 27. Februar in Lenzen entdeckt. Herper bewertet das Storchenjahr 2016 als „durchwachsen“. Die Rotschnäbel waren widrigen Umständen ausgesetzt: „Es war relativ trocken, Frühjahrs- oder Sommerhochwasser blieben aus. Nahrung wurde knapp. Auch die Dürre in Teilen Afrikas setzte den Tieren zu und erschwerte die rechtzeitige Rückkehr.“ Für 2017 kann Herper keine Prognose abgeben: „Das ist wetterabhängig. Wir hoffen auf ein gutes Storchenjahr.“

Wenn die Weißstörche mit dem beginnenden Frühling zurückkehren, öffnet das Besucherzentrum wieder die Türen. Die Nabu-Dauerausstellung „Weltenbummler Adebar“ gibt Einblicke in das Familienleben und die weiten Zugstrecken der Rotschnäbel.

Begehbar ist nun der neu eingerichtete Storchenparcours, ein Erkundungspfad mit zehn Stationen, auf dem Außengelände. „Im Juni 2016 ist er mit Hilfe von kleinen und großen Helfern aus ganz Brandenburg entstanden“, erzählt Nadine Bauer, Leiterin des Besucherzentrums. So haben die Rühstädter Kita Klapperstorch, Schulen aus der Region und Kinder des SOS-Kinderdorfes mitgeholfen. „Die Besucher sollen sich abschauen, was sie tun können, um einen natürlichen Lebensraum in ihrem Garten zu schaffen“, sagt Bauer. Beim Rundgang gibt es kleine Vogelhäuser zu entdecken, einheimische Bäume und Sträucher und ein Insektenhotel. Vanessa, Ida, Emma und Klara wagen erste Schritte über den Barfußpfad aus hölzernen Naturmaterialien. Die Schuhe bleiben aber noch an.

Vorgestellt wurde zum Saisonstart auch das neue Logo der „Offenen Gärten“, entstanden als Ergebnis eines Kinder-Malwettbewerbs. Diesen hatten der Tourismusverband, das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg und die Gärtner ausgelobt. Viele Prignitzer Schulkinder haben sich beteiligt. „Es gab 42 Einreichungen. Die 20 schönsten Bilder werden in einer Ausstellung präsentiert“, berichtet Martina Grade vom Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. Die drei besten Bilder wurden mit einem Preisgeld von insgesamt 150 Euro gewürdigt. Der erste Platz geht an Marcelino Kwiek von der Grundschule „Juri Gagarin“ Groß Pankow. Sein mehrfarbiges Blumenmotiv auf einem Schild kennzeichnet die „Offenen Gärten“. Den zweiten Platz belegt Kilian Ziegler von der Grundschule Putlitz, den dritten Anton Herders von der IBiS Wittenberge.

Eine ganz andere Ehrung ging an das Hinzdorfer Planungs- und Gutachterbüro „GFN Umweltpartner“. Es wird offiziell in das Netzwerk von Partnern im länderübergreifenden Unesco-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe aufgenommen, dem 105 zertifizierte Partner angehören. Sie zeichnen sich durch eine nachhaltige Wirtschaftsweise aus. Inhaber Stefan Jansen nahm die Würdigung entgegen: „Bei Bauvorhaben haben wir den Tierschutz stets im Blick, um Schäden in der Natur zu mindern“, sagt Jansen.

Das Besucherzentrum ist dienstags bis sonntags von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet, in den Ferien und an Feiertagen auch montags. Mittwochs um 14 Uhr wird ein Rundgang durchs Storchendorf angeboten.

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