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Baden wird teuerer : Höhere Preise, aber Defizit bleibt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ausschuss beschließt Anpassung fürs Baden und für die Sauna

von
erstellt am 28.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Der Ausschuss für den Kultur- und Sportbetrieb der Stadt hat am Dienstagabend die neuen Gebührensätze für die Schwimmhalle beschlossen. Einstimmig votierten die Mitglieder für die Vorlage, die eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise vorsieht. Folgen die Stadtverordneten am 24. Juni der Empfehlung des Ausschusses, sind ab 1. Juli für die beliebten anderthalb Stunden Schwimmbad 3,50 Euro für Kinder zwischen vier und 16 Jahren sowie 4,50 Euro für Erwachsene fällig, also je 50 Cent mehr als bisher.

Auch in der Sauna wird es teurer, für die vier Stunden zahlen Erwachsene künftig 10,50 Euro, Kinder sieben. „Die Mehreinnahmen aus der Erhöhung der Saunatarife fließen zur Hälfte an den Staat, denn ab 1. Juli gelten hier 19 Prozent Umsatzsteuer anstatt sieben wie bisher“, erklärt Badleiter Christian Maasch. Weiterhin entfällt künftig die Möglichkeit, dass Erwachsene, die mit ihren Enkeln die Schwimmhalle besuchen, die gleichen Ermäßigungen in Anspruch nehmen wie Eltern. „Hier ist die Gefahr des Missbrauchs zu groß“, argumentiert Maasch.

Viel diskutiert war die geplante Erhöhung der Bahnmiete für Schwimmvereine von 25 auf 30 Euro. Nach Protesten des SchwimmClubs Delphin unter Verweis auf seine wirtschaftliche Situation im Anschluss an die vorangegangene Ausschusssitzung Anfang Mai wurde die Beschlussvorlage dahingehend geändert, dass städtische Vereine den bisherigen Tarif behalten können. Weiterhin bot Lutz Lange als Geschäftsführer der Wittenberger Bäder GmbH dem Verein an, sich über die Bereitstellung von Rettungsschwimmern für die Wittenberger Bäder mehrere tausend Euro jährlich verdienen zu können.

Trotz der Preissteigerungen, infolge derer Mehreinnahmen von rund 10  000 pro Jahr erwartet werden, bleibt die Schwimmhalle ein defizitäerer Betrieb. Laut KSTW-Chef Hans-Jürgen Döllefeld muss die Stadt in diesem Jahr 471  000 Euro zuschießen. Weiterhin strebe die Stadt Gespräche mit den Stadtwerken an, um günstigere Fernwärmetarife für die Schwimmhalle auszuhandeln. „Aktuell sind 130 bis 140 Euro je Megawattstunde fällig, wir hoffen auf 100 Euro“, so Döllefeld.

Angesichts der Tatsache, dass rund die Hälfte der Besucher aus dem Umland in die Schwimmhalle kommt, wurde in der Sitzung erneut die Frage laut, inwiefern man die Nachbarn an der Finanzierung des Angebots beteiligen könne. „Was ist mit der differenzierten Kreisumlage, die im Landratswahlkampf mehrfach angesprochen wurde?“, fragte Wolfgang Strutz. Bernd Gerhard warf ein, man müsse perspektivisch überlegen, wie viel Daseinsvorsorge man für das Umland mit leisten könne, und brachte eine Art Ausgleichsfonds ins Gespräch.

 

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