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Der Prignitzer

21. November 2017 | 03:57 Uhr

Hochwasserschutz hat oberste Priorität

vom

svz.de von
erstellt am 02.Jul.2013 | 08:21 Uhr

Breese | In den Deichbau in Breese scheint jetzt Bewegung zu kommen. Hatte Wilfried Treutler vom BUND noch in der vergangenen Woche den baldigen Baubeginn angezweifelt (der "Prignitzer" berichtete), sieht Breeses Bürgermeister Werner Steiner keinen Grund mehr für weitere Verzögerungen. Und auch Landkreis und Landesregierung scheinen dies ähnlich zu sehen, wie Christian Görke, Fraktionsvorsitzender der Linken, die auch in Regierungsverantwortung stehen, gestern bei seinem Besuch in der Prignitz mitteilte.

Rückblick: Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger und Innenminister Dietmar Woidke (beide SPD) hatten während des jüngsten Hochwassers einen baldigen Baubeginn des Breeser Deiches versprochen. Daran hatte Wilfried Treutler so seine Zweifel. Als Grund gibt er an, dass ein Deich zwischen der L 11 am Breeser Sportplatz und dem so genannten Schwarzen Weg noch gar nicht geplant sei und auch das dafür erforderliche Feststellungsverfahren noch nicht so weit sei, um eröffnet zu werden. Dass das Planungsverfahren noch nicht fertig sei, ist "Quatsch", so Breeses Bürgermeister. Woher Treutler seine Informationen beziehe, sei ihm auch nicht bekannt. "Es könnte losgehen", ist sich der Bürgermeister sicher. Drei der vier Baulose seien bereits im vergangenen August geplant und auch schon ausgelegt worden, jedoch sei seitdem nicht viel passiert, verdeutlich Steiner. Dass der betreffende Abschnitt, bei dem ein Teilstück der L 11 auch gleichzeitig als Deich fungieren soll, länger dauerte, als die übrigen Teilstücke, sei auch nicht außergewöhnlich.

Dennoch sei die Planung auch für diesen Bereich bereits im April abgeschlossen worden. "Den Deichbau könnte man bereits Ende des Jahres beginnen und wenn alles gut läuft, auch Anfang 2014 mit dem Bau des schwierigen vierten Teils starten. Dafür müssten die entsprechenden Unterlagen jedoch noch im Juli ausgelegt werden, dann mehrere Monate zugänglich sein und die Einwendungen entgegengenommen und abgearbeitet werden. "Diese Phase kann man natürlich jetzt schlecht abschätzen, aber die Planung ist fertig und kann ’raus", so Steiner, der noch zu bedenken gibt, dass keiner weiß, was der BUND schlussendlich sagt. "Das Landesumweltamt kann sich dann an die Arbeit machen und die Gemeinde wird auch so gut sie kann Unterstützung leisten", resümiert Steiner.

Worte, die Christian Görke sicher gern hört. Auch er sieht jetzt vor allem die Zeit des Handelns gekommen, auch wenn der Bauabschnitt, der die L 11 einschließt, für ihn keine oberste Priorität genießt. "Diese besteht im Abschnitt drei (Weisen/Stepenitzbrücke bis bis Breese/Schwarzer Weg d. Red.), um wesentlich gegen neue Hochwasser gerüstet zu sein. Hier sei dann auch Ende 2013, Anfang 2014 mit den ersten Maßnahmen zu rechnen. Die Abschnitte 1, 2 und 4 schließen sich dann, auch nach Meinung des Landesregierung, an", verdeutlicht Görke. Allgemein sei das Verfahren mittlerweile in Gang gesetzt und die Planfeststellung in den Endzügen, so dass derzeit Einwände erörtert und nach dem Sommer zum Thema Baurecht entschieden werden könnte. "Da kann man dann sicherlich auch noch zeitlich Fahrt aufnehmen", so Görke.

Der Lückenschluss zur L 11 solle dann direkt im Anschluss, Anfang 2015, erfolgen. "Denn auch die L 11 sollte nicht ins Hintertreffen geraten, deshalb ist eine Trennung der Projekte nicht zu begrüßen, um höchstmöglichen Hochwasserschutz zu gewährleisten", resümierte Görke. Worte, die Werner Steiner sicher gern hören wird.

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