zur Navigation springen
Der Prignitzer

13. Dezember 2017 | 17:46 Uhr

Hochwasser: Kritik am lokalen Stab

vom

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 05:40 Uhr

Lenzen | Dass bei der Bewältigung des Elbhochwasser im Juni im Bereich Lenzen nicht alles reibungslos abgelaufen ist, darüber waren sich die Lenzener Stadtverordneten auf ihrer jüngsten Sitzung in dieser Woche einig.

Vor allem die Arbeit des Beratungsgremiums im Rathaus wurde als "nicht optimal" bezeichnet. Erschwerend kam hinzu, dass damals gleich drei Führungskräfte aus dem Einsatzstab der Stadt aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung standen, darunter der Amtsdirektor und sein Stellvertreter. "Man hat nicht gewusst, wer für was kompetent ist", gab Anke Brandes (Die Linke) angesichts vieler neuer Leute im Stab zu bedenken. "Außerdem war die Sechs-Stunden-Schicht gerade für die älteren Deichläufer ein großes Problem." Die Kritik an der Versorgung der Deichläufer wollten die Vertreter der Stadt so nicht akzeptieren. "Man ist als Deichläufer doch nicht zum Essen gekommen", meinte beispielsweise Günter Jelonnek (BluE).

Bei den Bürgern aus Lenzen und der Lenzerwische kam damals aber auch die fehlende Informationspolitik seitens des Amtes überhaupt nicht gut an. So wurden unter anderem die Kameraden der Feuerwehren mit einem "Maulkorb" ausgestattet. "Man erfährt nur etwas aus der Zeitung", kritisierte zu jener Zeit auch eine Einwohnerin aus Mödlich. So gab es nur sporadische Nachrichten, wann Helfer am zentralen Abfüllplatz an der Löcknitzbrücke gebraucht wurden. Viele Freiwillige mussten sogar unverrichteter Dinge wieder abziehen, da es auf Grund fehlender Säcke oder Paletten nichts zu tun gab. Hier hätte ein Aushang vor Ort, eine Mitteilung in den Medien oder ein Besuch eines Vertreters aus dem Amt sicher für Abhilfe sorgen können.

Die Kritiken und Anregungen will man nun zunächst einmal im Amtsausschuss sammeln und dann über die weitere Vorgehensweise beim nächsten Hochwasser beraten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen