HO-Kaufhaus wird zum Hingucker in Bahnstraße

<strong>Die Struktur des</strong> Hauses bleibt erhalten, es soll so originalgetreu wie möglich saniert werden. <foto>Foto: Katarina Sass</foto>
Die Struktur des Hauses bleibt erhalten, es soll so originalgetreu wie möglich saniert werden. Foto: Katarina Sass

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14. Juni 2012, 11:54 Uhr

Wittenberge | Nur noch wenige Monate und das ehemalige HO-Kaufhaus in der Bahnstraße hat den Sprung in die Gegenwart geschafft. Das Gerüst ist gefallen und gibt den Blick frei auf die roséfarbene Fassade. Die Außenarbeiten sind in den letzten Zügen, jetzt geht es im Inneren weiter. Zur Erinnerung: Hier plant die Wittenberger Unternehmerin Anna Do die Ausweitung ihres Sortiments auf drei Etagen. Sie bewirtschaftet bereits das Erdgeschoss. Für die Finanzierung konnte sie Fördermittel von Stadt und Land akquirieren. 60 Prozent finanziert sie aus Eigenmitteln.

Die Planung für die Komplettsanierung des 101 Jahre alten Gebäudes hat Architekt Uwe Magolz inne. "Anhand eines restauratorischen Gutachtens konnte die ursprüngliche Farbgestaltung aufgedeckt werden." In Abstimmung mit der Denkmalbehörde strahlt das Haus nun in diesem Ton. Die Fenster im Obergeschoss sind in einem Grauton gehalten, die unteren erhalten einen weinroten Anstrich.

"Das Dachgeschoss ist fertig. Dort sind zwei Wohnungen entstanden. In einer davon lebt Frau Do selbst, die andere ist bereits vermietet", sagt Magolz zum aktuellen Stand der Bauarbeiten. Fertig sind ebenfalls die Fenster in den oberen Etagen. Jene im ersten Geschoss sind leicht vergrößert worden, so wie es zur Erbauerzeit vorgesehen war. Die Schaufenster im Erdgeschoss werden ausgetauscht. Die Fenster im Treppenhaus sollen in Abstimmung weitestgehend im Original erhalten bleiben. Sie werden derzeit aufgearbeitet. Das Dach ist neu gedeckt, die Außenwände zum Hof und die Giebelseiten sind gedämmt.

Das Innere der drei Mal 300 Quadratmeter gleicht zurzeit noch einer Baustelle - es wird gearbeitet, während Anna Do unermüdlich ihr Geschäft weiter betreibt.

Sie hofft, dass die Abläufe zügig voran gehen. Der alte Parkettboden, auf dem sich zumindest im Erdgeschoss noch Auslegware befindet, müsse abgeschliffen werden, zählt sie nur eine der vielen kleineren Maßnahmen auf. Wann sie neu eröffnen wird, könne sie daher noch nicht sagen. In diesem Jahr sei aber damit zu rechnen. Auch zum Sortiment, das sie auf drei Etagen künftig anbieten möchte, könne sie sich derzeit nicht äußern. Es orientiere sich aber an dem, was sie bislang im Verkauf hat - günstige Textilien und Haushaltwaren.

Für Kunden, die nicht mehr so gut laufen können oder mit dem Rollator unterwegs sind bzw. Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen ist ein Personenaufzug in Planung, so Magolz. Er soll an Stelle des nicht mehr funktionstüchtigen Lastenaufzuges eingebaut werden.

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