zur Navigation springen

Verkehr kann kann rollen : Historische Brücke freigegeben

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Brücke war ziemlich marode, Teile des Mauerwerks waren ausgebrochen. Ende April diesen Jahres hatten die insgesamt 200 000 Euro teuren Bauarbeiten an der 22 Meter langen und etwa sechs Meter breiten Brücke begonnen, nun rollen die Fahrzeuge wieder.

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2014 | 22:00 Uhr

Hundert Jahre steht sie wohl bereits, hat in der Zeit vieles erlebt und erleiden müssen und ist nun in ihrer Funktion wieder vollkommen hergestellt. Die Rede ist von der historischen Gewölbebrücke, die über die Dömnitz führt und Wolfshagen mit Helle verbindet. Gestern erfolgte die technische Abnahme und Übergabe, sodass ab sofort der Verkehr wieder problemlos rollen kann.

Und nötig war die Sanierung allemal. „Die Brücke war leider ziemlich marode. Teile des Mauerwerks waren ausgebrochen, sodass die Gefahr bestand, dass die Fahrbahn einbricht. Zudem hatten der Frost und das Wasser der Jahrzehnte an den Ziegelbögen genagt und Risse verursacht“, erläutert der zuständige Ingenieur Dietmar Prause.

Ende April diesen Jahres hatten die insgesamt 200 000 Euro teuren Bauarbeiten an der 22 Meter langen und etwa sechs Meter breiten Brücke begonnen, die Anfang Oktober mit der Fertigstellung der Fahrbahn und den Arbeiten an der Böschung vor wenigen Tagen abgeschlossen wurden. Bauleiter Bernd Negraschus war ebenfalls von dem Projekt angetan: „Eine gemauerte Bogenbrücke haben wir selten, das ist nicht das tägliche Geschäft, in dem meist die einfache Bauweise mit Stahl und Beton bevorzugt wird. Hier waren richtige Maurerarbeiten an tragenden Konstruktionen gefragt.“

Ein gutes Zeugnis für alle Beteiligten also, dass die Brücke gestern ohne Beanstandungen durch die technische Abnahme kam. Lediglich kleinere Nacharbeiten – das Anlegen zweier Mulden auf den angrenzenden Wiesen sowie eine Grassaat – sollen noch durchgeführt werden.

„Wir entfernen jetzt noch die 3,5 Tonnen-Schilder, die etwa seit 20 Jahren die Brückenlast begrenzten und dann ist alles fertig“, erklärt Heidrun Raffael vom Bauamt Groß Pankow.

Lediglich ein kleiner Wermutstropfen mischte sich unter die Anwesenden. So befürchtet Wolfshagens Ortsbürgermeister Rainer Kirsten, dass „Schwerlasttransporte über die Brücke und Straßen donnern“ und bald wenig von der Sanierung übrig ist. Zwar ist die Dreifeldbrücke entsprechend Norm gebaut und kann laut Dietmar Prause einem Gewicht über 60 Tonnen standhalten, doch wird diese Querung häufig genutzt – obwohl die Straße eigentlich nur als Land- und Forstwirtschaftlicher Weg deklariert ist und demnach nur solche Fahrzeuge sowie Fahrräder die Brücke passieren sollten. „Aber hier fahren viele lang, es ist zum Beispiel nach Pritzwalk eine große Zeitersparnis“, verdeutlicht Kirsten.

Doch überwiegt derzeit die Freude über das Geschaffene. „Wir sind froh, dass wir das Ziel durch die Landesmittel (Ausgleichsfonds des Landes für finanziell notleidende Kommunen d. Red) realisieren konnten. Jetzt haben wir über Jahrzehnte Ruhe“, so der Bürgermeister der Gemeinde Groß Pankow Thomas Brandt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen