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Der Prignitzer

13. Dezember 2017 | 00:39 Uhr

Wittenberge : Hilfe beim Start ins neue Leben

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt eröffnet Anlaufstelle für Flüchtlinge

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Wer hilft mir, wenn ich beim Arzt meine Beschwerden erklären muss? Wie stellt man es an, in Wittenberge eine Wohnung zu mieten? Wo kann ich Deutsch lernen? Wie und wo bekommt man eine Arbeit? – Antworten auf diese und viele andere Fragen sollen Flüchtlinge ab sofort im Bürgerzentrum in der Bürgermeister-Jahn-Straße erhalten. Dort hat die Stadt am Montag offiziell ihre Koordinations- und Beratungsstelle für Flüchtlinge eröffnet.

Hinter dem etwas sperrigen Begriff steht ein sehr lebensnahes Angebot, wie die stellvertretende Bürgermeisterin Waltraud Neumann und Stadtjugendpflegerin Marina Hebes im Gespräch mit dem „Prignitzer“ verdeutlichen: „Wir wollen den Flüchtlingen helfen, sich bei uns besser zurecht zufinden, ihr neues Leben zu organisieren.“

Das Angebot richte sich in erster Linie an jene Menschen, die, wie der Gesetzgeber es formuliert, bleibeberichtigt sind, also einen Aufenthaltsstatus haben. Die stellvertretende Bürgermeisterin erklärt: Diese Flüchtlinge würden aus der Betreuung durch die Awo entlassen. Sie müssen sich völlig eigenständig um ihre Belange kümmern. „Damit das möglichst reibungslos für alle Seiten geschieht, haben wir die Koordinations- und Beratungsstelle eingerichtet“, so Waltraud Neumann.

Besetzt werden konnte die Anlaufstelle mit drei Beratern über den Bundesfreiwilligendienst, darunter ein syrischer Staatsbürger. „Dieser Umstand freut uns “, so Hebes, denn er könne wegen seiner Sprachkenntnisse beispielsweise bei Arztbesuchen oder Behördengängen dolmetschen.

Keinen Hehl machen Waltraud Neumann und Marina Hebes daraus, „dass die Anforderungen, die an die Berater gestellt sind, alles andere als klein sind“. „Wir haben Wert darauf gelegt, dass es sich um Wittenberger handelt, weil sie sich hier auskennen.“ Und die Männer müssten eine gewisse Lebenserfahrung und Wendigkeit mitbringen.

Neben der Beratung von Flüchtlingen hat die neue Anlaufstelle im Bürgerzentrum zwei weitere Aufgaben. Sie wird die Annahme und Weitergabe von Spenden mitkoordinieren. Hebes erklärt, wie das funktionieren kann. „Im Idealfall wissen die Berater, wer sich eine Wohnung einrichten muss und was ihm fehlt. Dann kann er bei Angeboten sofort den Kontakt zu den Suchenden herstellen.“

Der dritte Arbeitsschwerpunkt ist das Koordinieren vom freiwilligen Engagement. Wer sich mit freier Zeit einbringen wolle, soll in den Mitarbeitern der neuen Beratungsstelle Unterstützer finden, die wissen, wo Hilfe benötigt wird.

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