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Elbebadetag in Wittenberge : Hier spritzt der Modder

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mehr Action auf dem Elbebadetag: Deichcross über Hindernisse und Piratenfest für die jüngsten Besucher im Nedwighafen

von
erstellt am 08.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Der Elbebadetag im Juli bricht aus seinem bekannten Ablaufmuster aus. Die Ziele für den Veranstalter, die Freizeitpark Wittenberge GmbH, sind klar formuliert: mehr Action, mehr Abwechslung, mehr Spannung.

Erstmals wird es einen Deichcross geben, verrät Cornelia Leue, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. 4,5 Kilometer lang, acht Hindernisse warten auf die Läufer. Und diese sollen eine echte Herausforderung darstellen: „Es wird hart und schmutzig“, kündigt Andreas Fester an, der den Elbebadetag moderiert und den Cross vorbereitet.

Über Balken zu balancieren, sich an Stangen entlang zu hangeln, das mag ja noch gehen. Mit gefüllten Sandtaschen zu laufen, verspricht hingegen Schweißperlen nicht nur auf der Stirn, und was danach kommt, ist alles andere als eine Erfrischung: ein Container voll mit Schlamm. So viel scheint klar zu sein: Die Modder wird spritzen.

Am Sonnabend finden die Vorläufe statt. Teilnehmen können auch Mitglieder aus den Drachenbootteams, die während des Laufes eine Pause einlegen. Der Endlauf folgt am Sonntag, während die Elbetreiber im Wasser sind.

„Bisher war das meist eine ereignislos Phase, die für Zuschauer langweilig war. Durch den Cross versprechen wir uns mehr Action und Spannung für die Besucher, bis die Elbetreiber dann im Hafen ankommen werden“, begründet Cornelia Leue das neue Angebot. Speziell für Kinder wird in dieser Zeit ein Piratenfest organisiert, für das ein professioneller Künstler engagiert worden sei.

Noch ein weiterer Höhepunkt wartet auf Aktive und Besucher: ein erneuter Guinness-Rekord-Versuch: die größte Kaffeeverkostung der Welt. Wer jetzt an den völlig missglückten Versuch aus dem Vorjahr denkt, der kann beruhigt sein. Damals hatte die Polizei dazu aufgerufen, eine Menschenpyramide auf dem Deich zu bauen. Weder stieß das auf großes Interesse, noch war der Versuch professionell vorbereitet.

In diesem Jahr hat die Freizeitpark GmbH das in ihre Hände genommen. „Ich habe den Verlag in Großbritannien angeschrieben, mit Mitarbeitern gesprochen“, so Cornelia Leue. Eigentlich sollte eine schwimmende Kaffeetafel im Wasser aufgebaut werden, doch diesen Rekord gibt es bereits. „Wir hätten mehr als 8000 Teilnehmer benötigt. Das wäre aussichtslos.“

Der Verlag selbst habe die Kaffeeverkostung vorgeschlagen. Minimum 250 Personen müssen an einer Tafel mehrere Sorten verkosten. Das Austrotherm Werk in Wittenberge unterstützt die Aktion, stellt Dämmplatten zur Verfügung. Diese sind für die Elbetreiber gedacht. Wenn sie im Hafen eintreffen, beginnt im Wasser der Aufbau der Tafel. Wer nicht treiben möchte, kann sich dennoch am Rekordversuch beteiligen: „Einfach ins Hafenbecken springen“, sagt Leue.

Details zum Ablauf und den Kaffeesorten müssen noch geklärt werden. Wichtig sei aber, dass bereits mit dem Guinness-Verlag alles abgestimmt und angemeldet sei. Zwei unabhängige Personen aus dem öffentlichen Leben müssen den Ablauf dokumentieren und offiziell beglaubigen.

Leue ist zuversichtlich, dass die Stadt es im vierten Anlauf schafft, einen Rekord aufzustellen. Gescheitert sind bisher die längste Sandsackkette, ein menschliches Schubkarren-Rennen und der Menschendeich. Mit durchschnittlich 200 Elbetreibern habe man eine gute Basis.

Die anderen beliebten Aktivitäten am Elbebadetag bleiben unverändert. Freitag findet das Juniordrachenbootrennen statt, am Sonnabend folgen die Teams der Erwachsenen. Sonntag wird es wieder das Stromschwimmen geben und erstmals können daran Kinder teilnehmen. Je nach Altersklasse sind Distanzen zwischen 375 Metern und 6000 Metern zurückzulegen.

 

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