Turnier der Prignitzer Wirtschaft : Hier spielt der Chef selbst

Zufrieden mit ihrem Spiel und dem Turnierverlauf: die Wirtschaftsjunioren Prignitz.
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Zufrieden mit ihrem Spiel und dem Turnierverlauf: die Wirtschaftsjunioren Prignitz.

Fair Play und Spaß auf dem Turnier der Prignitzer Wirtschaft / Veranstaltungsort Breese punktet in allen Belangen

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29. August 2016, 08:00 Uhr

Beste Stimmung auf dem Turnier der Prignitzer Wirtschaft. Ob Verwaltung, Großkonzern oder Mittelstand – gemeinsam mit dem nötigen Ehrgeiz und einer großen Portion Spaß treten Volleyballer und Fußballer gegeneinander an.

„Seit meiner Kindheit spiele ich Fußball, das macht einfach Spaß“, sagt Guido Lambers, Chef der G&C Automobile GmbH. Für ihn ist es die erste Teilnahme am Turnier und er bereut es nicht, den Großteil des sonnigen Samstags mit seinen Kollegen hier in Breese zu verbringen.

„Wir haben gerade gegen WDM gewonnen, jetzt erwacht der Ehrgeiz“, sagt Lambers. Mit Blick auf seine Jungs hat er Hoffnung auf eine gute Platzierung. „Sie können alle spielen, man könnte meinen, das sei ein Einstellungskriterium“, scherzt er. Aber die Konkurrenz ist groß. Er hat 20 Mitarbeiter, Glatfelter in Falkenhagen 650.

Ganz in der Nähe macht es sich Liane Zucht mit ihren Mitarbeitern bequem. Madlen Kolberg hat Elternzeit und einen Kuchen mitgebracht. Das Team der häuslichen Krankenpflege hat eine Sieben-Tage-Woche und doch machen sie beim Turnier mit. „Meine Mitarbeiter wollten das gerne, warum also nicht“, sagt Liane Zucht. Verena Hager hatte die Initiative ergriffen und ihre Chefin angesprochen. Ob es ein guter Platz oder einer im letzten Drittel wird, sei egal: „Wir haben hier eine Menge Spaß“, so Verena Hager. Außerdem sehe man sich mal gemeinsam neben der Arbeit, das sei ja auch nicht schlecht, ergänzt Liane Zucht.

Ganz begeistert sind die Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses, die sogar zwei Teams stellen. „Der Sandplatz für die Volleyballer, der Badesee, hier sollten wir künftig immer das Turnier austragen“, meint Jacqueline Braun, Pressesprecherin der Klinik. Dieser Meinung schließt sich Rainer Schmidt, Geschäftsführer von Eggers Umwelttechnik, an: „Das Turnier ist ein gelungenes Ding, hier haben wir alles, was wir brauchen“, sagt Schmidt, bevor er mit seinem Team wieder auf Torjagd geht.

Benjamin Wiersch hört diese Meinungen und will darüber nachdenken. Der DAK-Bereichsleiter hatte das Turnier einst aus der Taufe gehoben, um die betriebliche Gesundheit zu fördern, Firmen für den Sport zu begeistern und ihre Chefs von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen. Überlastung, Burn Out, Rückenprobleme – es gebe ausreichend Gründe, um Sport zu treiben.

Mittlerweile sind die Wirtschaftsjunioren Prignitz die Veranstalter und deren Vorsitzende Jenny Porep stellt fest: „Vor allem der Beachvolleyball kommt hier in Breese besonders gut an. Durch den Sand ist die Verletzungsgefahr zudem geringer als auf dem Rasen.“ Auch sie könne sich vorstellen, Breese als Turnierort zu etablieren. Die Nachfrage sei vorhanden, die maximal mögliche Teilnehmerzahl ist ausgereizt, es gab sogar darüber hinaus noch Anfragen. „Wir sind wirklich sehr zufrieden“, sagt Jenny Porep.

Unter den Teilnehmern sind sogar die Stadtwerke aus Neuruppin. Sie hatten angefragt. „Neuruppin ist doch Prignitz, also dürfen sie mitmachen“, begründet Benjamin Wiersch.

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