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Der Prignitzer

18. Dezember 2017 | 07:57 Uhr

„Hier ist es schön“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Marcel Bartoschewitz wehrt sich gegen den Eindruck, dass die Badeanstalt in Lenzen verwahrlost sei

von
erstellt am 24.Sep.2014 | 19:35 Uhr

Zwar stand nirgends etwas von Verfall oder Verwahrlosung, aber dennoch möchte Marcel Bartoschewitz als Betreiber der Gaststätte Haus am See in Lenzen auf unseren Artikel reagieren und klar stellen: „Das Gelände an der Badeanstalt wird gepflegt.“

Vergangene Woche hatten wir unter dem Titel „Stadt soll zahlen, aber will nicht“ (17. September, Seite 7) über einen Streit zwischen der Stadt Lenzen und dem Amt für ländliche Entwicklung in Neuruppin berichtet. Die Behörde verlangt die Rückzahlung von rund 200 000 Euro Fördermitteln, weil die Nutzung des Hauses nicht mit den Richtlinien der Förderung übereinstimme. Die Stadt wehrt sich dagegen.

Illustriert hatten wir den Artikel mit einem aktuellen Foto, das einen Teil der gesperrten Steganlage zeigt. Dieses Bild habe für Irritationen gesorgt, so Marcel Bartoschewitz. Dadurch sei der Eindruck entstanden, das gesamte Areal sei gesperrt. Der Gastwirt bangt um seine Gäste, es habe Anrufe gegeben. „Ich mache hier eine Menge“, sagt Bartoschewitz. Einmal pro Woche werde der Rasen gemäht, es gibt kostenlose Toiletten und täglich geleerte Papierkörbe. „In der Saison stelle ich sogar Umkleidekabinen auf. Das ist doch in Badeanstalten nicht selbstverständlich“, sagt er.

Schritt für Schritt habe er zusammen mit dem Förderverein Rudower See e. V. das Gelände entwickelt, für das kein Eintritt erhoben wird. Der Verein würde die Maßnahmen mit eigenen Mitteln finanzieren.

Er zeigt auf Spielgeräte, auf einen Volleyballplatz, und sogar einen abgetrennten Hundestrand gibt es. Wohnmobiltouristen können Stellflächen und eine Entsorgungsanlage nutzen. „Am Wochenende habe ich in der Saison täglich bis zu 500 Badegäste, in der Woche mögen es bis 300 sein“, schätzt Bartoschewitz. Die Gaststätte sei ganzjährig geöffnet.

Er sein kein Pächter, sondern habe einen Nutzungsvertrag abgeschlossen und die Verantwortung für das Gelände übernommen. „Aber für den Steg bin ich nicht zuständig“, sagt er. Als Privatperson sei das ein zu hohes Risiko. „Ich schlage mal einen Nagel rein oder tausche ein Brett aus, aber verantwortlich ist die Stadt“, so Bartoschewitz. Mit Ausnahme des gesperrten Teils könne der übrige Steg genutzt werden.

Zu dem Fördermittelstreit könne er sich nicht äußern, das sei Sache der Stadt. Wie zuvor schon Bürgermeister Christian Steinkopf sagt auch er, dass in der Vergangenheit bereits eine Prüfung erfolgt sei, es keine Beanstandungen gegeben habe.

Jetzt ist das Neuruppiner Amt offensichtlich zu einem anderen Ergebnis gekommen, denn die Stadt soll zahlen. Derzeit legen beide Seiten ihre Positionen dar, einen Verhandlungstermin am Verwaltungsgericht Potsdam gibt es noch nicht.


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