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Okanböen auch in der Prignitz : Herwart hält Feuerwehren in Atem

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Sturmtief sorgt für Windbruch sowie Zug- und Stromausfall.

von
erstellt am 30.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Auch wenn Sturmtief Herwart in der Prignitz weitaus weniger große Schäden anrichtete als Vorgänger Xavier, so war die Nacht zu Sonntag für viele Kameraden der freiwilligen Feuerwehren zumeist recht kurz. Bäume, die auf Straßen gestürzt waren oder drohten es zu tun, abgebrochene Äste sorgten für sie seit den frühen Morgenstunden für Einsätze.

Um 4.16 Uhr rückte die Perleberger Ortswehr das erste Mal aus, acht Einsätze waren es bis kurz vor 10 Uhr. Bis dahin wurde eine technische Einsatzleitung in der Wache vorgehalten, blieben die Kameraden auf der Wache, ist auf Nachfrage von Beate Mundt, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, zu erfahren. Auch im Laufe des Tages rief der Pieper immer wieder zum Einsatz. So mussten die Spiegelhagener mehrere Bäume auf der B 189 herunternehmen. Die Straße war zeitweise gesperrt.

Ein ähnliches Bild in den anderen Wehren. Die Karstädter mussten zwei Bäume in der Putlitzer Straße beräumen. Zwischen Haaren und Bad Wilsnack war ein Baum auf ein Auto gestürzt. Personen wurden nicht verletzt.

Seit 4.23 Uhr waren die Wittenberger im Sturmeinsatz, wie Norman Rauth, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, berichtet. Ab der ersten Alarmierung wurde eine Bereitschaft eingerichtet, die mit 27 Kameraden besetzt war. Neben umgestürzten Bäumen und abgesackten Dächern wurden Gartenhäuschen eines Baumarktes von der Straße geräumt und umgeknickte Fahnenmasten gesichert. Die Drehleiter wurde u.a. überörtlich in Eldenburg eingesetzt. Dort war ein Baum auf ein Gebäude gefallen, so Rauth.

Aus Sicherheitsgründen blieb der Perleberger Tierpark am gestrigen Sonntag geschlossen. „Wir haben zwar keine großen Schäden, dennoch müssen Bäume und Äste beräumt werden. Heute öffnen wir wieder“, so Tierparkleiter Michael Niesler.

Auch in der Prignitz kam es im Netzgebiet der WEMAG Netz GmbH wieder zu Stromausfällen. Vor allem Regionen im Bereich der Elbe waren betroffen. 80 Prozent der Orte konnte im Lauf des gestrigen Vormittags wieder mit Strom versorgt werden. Aktuell noch ohne Strom waren bis dahin die Ortslagen Perlhof, Roddahn und Wendelin. „Unsere Einsatzkräfte arbeiten mit Hochdruck an der Störungsbeseitigung“, hießt es aus der Pressestelle.

Während der Zugverkehr in Brandenburg kaum beeinträchtigt war, gab es Einschränkungen in Richtung Mecklenburg-Vorpommern und beim RE 6 zwischen Pritzwalk und Berlin. Gesperrt war die S1 zwischen Wittenberge und Stendal. Auch Züge von und nach Hamburg fielen aus.



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