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Ausverkauf nur noch wenige Tage : Henwi schließt am 30. Dezember

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ausverkauf geht weiter – Run auf das Kaufhaus hält an. Doch zwischen Geschäftsführer und Vermieter gibt es weiterhin keine Einigung.

von
erstellt am 20.Dez.2014 | 10:00 Uhr

Am 30. Dezember schließt die Henwi-Nord GmbH ihr Kaufhaus in der Prignitz-Galerie. Darüber informierte gestern Geschäftsführer Ralf Hensgens. Nach nur zwei Jahren in Wittenberge streicht das Unternehmen mit Sitz in Döbeln (Sachsen) hier die Segel. Die Geschäftserwartungen haben sich für die GmbH nicht erfüllt. Zu hohe Kosten, beispielsweise wegen des extrem hohen Energieverbrauchs, stünden in keinem Verhältnis zu den Einnahmen, seien der Grund dafür, dass sein Unternehmen von dem Sonderkündigungsrecht gegenüber der Vermieterin Gebrauch gemacht habe, so Hensgens gestern im Gespräch mit dem „Prignitzer“. Im Citykaufhaus geht derweil der Ausverkauf weiter. Die Henwi-Nord GmbH gewährt weitere Rabatte. Die Ware solle so schnell wie möglich ’raus, sagt der Geschäftsführer.

Die Kundschaft versteht diese Signale. Das Haus ist so voll, wie es sich die Geschäftsführung wenigstens annähernd zu normalen Verkaufszeiten gewünscht hätte.

Heute sowie am 22. und 23. Dezember, am 29. und besagtem 30. Dezember wird das Kaufhaus noch geöffnet sein. „Wir haben Schwierigkeiten, das Haus überhaupt noch aufrecht zu halten“, fügt Hensgens an. Der Krankenstand sei hoch. Es sind deshalb Mitarbeiter aus Sachsen abgezogen worden, um den Verkauf aufrecht zu erhalten. Ihnen könne und wolle man aber einen Einsatz in Wittenberge am Heiligabend nicht zumuten. Sehr viel zu tun hatten seit der Schließungsankündigung die Stammmitarbeiter im Haus. Bei ihnen möchte Hensgens sich für ihre Einsatzbereitschaft bedanken. Zwölf Beschäftigte verlieren mit der Schließung des Kaufhauses ihren Arbeitsplatz.

Wie der Geschäftsführer gestern sagte, seien die Fronten zwischen ihm und der Vermieterseite verhärtet. Hensgens wollte auf „Prignitzer“-Nachfrage nicht ausschließen, dass es noch zu einem Rechtsstreit kommen könne.

Bürgermeister Dr. Oliver Hermann hatte sich im Interesse des Kaufhausstandortes eingeschaltet und versucht, ein Gespräch zwischen den beiden Seiten zu vermitteln. Das ist offenbar aber doch nicht gelungen.

Und wie geht es jetzt in der Prignitz-Galerie nach dem Auszug des Kaufhauses weiter? Der „Prignitzer“ konnte gestern leider von Vermieterseite niemanden für eine Stellungnahme erreichen.

Das Stadtoberhaupt seinerseits verweist „auf einen Termin mit dem Vermieter Anfang des neuen Jahres, bei dem es um die zukünftige Entwicklung geht“. Und er versichert: „Wir als Stadt werden das, was uns möglich ist, an Unterstützung für die Belebung des Standortes einbringen.“ Das könne beispielsweise die Bauleitplanung ebenso betreffen wie auch konzeptionelle Leistungen.  

 

 

 

 

 

 

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