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Der Prignitzer

22. November 2017 | 19:45 Uhr

Hilfe : „Help To“ vernetzt Hilfsangebote

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Helfer und Flüchtlinge profitieren gleichermaßen von neuer Online-Koordination

svz.de von
erstellt am 15.Dez.2015 | 18:40 Uhr

Mit einer klugen Idee eines gemeinnützigen Vereins aus Potsdam wird ab sofort auch im Landkreis Prignitz jegliche Hilfe für Flüchtlinge sowie die Unterstützungsarbeit von Ehrenamtlern, die sich um sie kümmern, gebündelt. Der Schlüssel ist das Internetportal „Help To“, auf das der Landkreis seit kurzem aufgeschaltet ist. „Das ist gewissermaßen die Krone der Vernetzung, die es ja hier und da in anderer Form schon gibt – eine große Hilfe für uns und insbesondere für die Mitarbeiter der Awo, die im Auftrag des Landkreises die Flüchtlingshilfe vor Ort umsetzt“, fasste es gestern Christian Müller, 1. Beigeordneter des Landrates und verantwortlich für dieses Arbeitsfeld, zusammen.

Aus der Landeshauptstadt war Daniel Wetzel angereist. Er vertritt den Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt e. V., der sich aus Spenden finanziert, den Internetauftritt entwickelte, pflegt und derzeit kontinuierlich erweitert. Ziel sei es, so Wetzel, ein bundesweites Portal daraus erwachsen zu lassen. Fakt ist, dass sich dieses für die beteiligten Kommunen kostenfreie Angebot großer Beliebtheit erfreut und, dass es dort, wo es dies schon länger gibt, auch sehr rege genutzt wird. Sowohl von Asylsuchenden als auch von ehrenamtlichen und professionellen Helfern, nicht zuletzt auch einfach von Bürgern, die sich mit Sachleistungen, Zeit oder Ähnlichem einbringen möchten. „Help To“ könne man sich vorstellen wie ein „schwarzes Brett“ für Organisationen, Unternehmen, Kommunen und Unterstützer aller Art, umreißt es Daniel Wetzel. Vor rund anderthalb Wochen lag die Zahl der angemeldeten Nutzer bei rund 1500; die tatsächliche Nutzer-Zahl sei mit Sicherheit höher, denn, um das Portal anzuschauen und sich zu informieren, müsse man nicht zwingend als Nutzer eingeloggt sein, so Wetzel. Täglich gebe es derzeit zwischen 2000 und 3000 Zugriffe auf die Seiten, die durchschnittlich fünf bis sechs Minuten angeschaut werden – relativ lange, so Wetzel.

Grundsätzlich kann man über das Netzwerk Sachen, Zeit und Engagement spenden. Das Ganze ist dann noch einmal konkreter unterteilt, mit Piktogrammen und klaren Benennungen kenntlich gemacht. Die meisten Informationen stehen auch auf Englisch zur Verfügung, so dass sowohl Hilfsbedürftige als auch Helfer nicht von vornherein an einer Sprachbarriere aufgehalten werden. Um sich einzuloggen und zu kommunizieren müsse man zudem keine persönlich-sensiblen Daten angeben, sagt Daniel Wetzel.

Die meisten Landkreise und kreisfreien Städte Brandenburgs sind bereits bei „Help To“ vertreten, darüber hinaus Berlin und die ersten Kommunen aus Sachsen-Anhalt und Hessen. Man findet die Seiten unter: http://helpto.de.  

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