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Kinderheim umgebaut : Hell, bunt und geräumig

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Hauptgebäude des Kinder- und Jugenddorfs wurde für 1,7 Millionen Euro umfassend umgebaut

von
erstellt am 29.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Hell, bunt und geräumig: So lassen sich die neuen Zimmer für die Bewohner des Haupthauses im GFB Kinder- und Jugenddorf Sigrön beschreiben.

Nach einer Bauzeit von rund anderthalb Jahren wurde das umfangreich sanierte Haus gestern von der Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ als Eigentümerin übergeben. Rund 1,7 Millionen Euro investierte die Stiftung in das Projekt. Am 1. November 2013 fiel der Startschuss für den Umbau. Norbert Lekow, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher (GFB), lobte den Umbau der alten Heimschule in ein „modernes Gebäude, das den Ansprüchen der Kinder und Mitarbeiter gerecht wird“.

Zwei Etagen stehen für insgesamt 13 Kinder zur Verfügung, wobei die obere neu aufgesetzt worden ist. „Ich finde es toll, dass wir jetzt alle Einzelzimmer und ein großes Bad haben. Das ist gerade für uns Mädchen sehr wichtig“, sagte Jasmin (11) bei einem Rundgang. Zum ersten Mal sah sie die Räume nicht. „Ich habe während der letzten Bauarbeiten schon mal einen Blick riskiert.“ Auch ihre Freundinnen Yagmur (13) und Anja (15) sind begeistert. „Die Zimmer sind hell, alles ist modern“, meinte Anja. Zwei heilpädagogische Wohngruppen werden die Etagen mit Leben füllen. In der Wohngruppe „Waldblick“, die das Erdgeschoss nutzen wird, leben sechs Kinder. Im Obergeschoss werden sich die Kinder und Jugendlichen der Gruppe „Sonnenblick“ häuslich einrichten. Auch die Büroräume sind in dem Haus untergebracht. Ein Blick ins Innere des Hauses, das energetisch auf dem neuesten Stand ist, zeigt großzügig geschnittene Räume und lichtdurchflutete Einzelzimmer. Außerdem gibt es jeweils eine große Gemeinschaftsküche und einen Aufenthaltsbereich. Das heilpädagogische Konzept wird unterstützt durch ein Bewegungszimmer und einen Snoezelen-Raum, in den sich die Kinder zurückziehen können, wenn sie entspannen möchten. Außerdem kümmern sich die Kinder und Jugendliche zusammen mit den Betreuern um einige Pferde und Ziegen.

Neben Landrat Torsten Uhe machte sich gestern auch Hans-Dieter Spielmann, Bürgermeister von Bad Wilsnack, ein Bild von der Wohneinheit, schließlich leitete er die Einrichtung über Jahrzehnte, bevor er sie 2013 an Marina Hasstedt übergab. „Ich freue mich für die Kinder und die Mitarbeiter. Es ist beeindruckend, was hier passiert ist.“ Das Kinder- und Jugenddorf bietet Platz für maximal 31 Kinder, darin eingeschlossen sind zwei Wohngruppen für Ältere in Wittenberge. Sie werden rund um die Uhr von 29 Mitarbeitern in Schichten betreut. „Die Kinder sind zwischen acht und 17 Jahre und leben hier, weil ihre Eltern mit ihnen überfordert sind“, so Hasstedt. Die Eltern haben jedoch die Erziehungsberechtigung. Kontakt zueinander ist meist erwünscht und wird gefördert.



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