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Rettungswache : Helfer sind schneller beim Patienten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Landkreis eröffnet neue Rettungswache in Lenzen und stellt modernes Fahrzeug in Dienst

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 20:30 Uhr

So gut war die medizinische Versorgung im Notfall noch nie im Raum Lenzen: Mit der neu gebauten Rettungswache Am Bahndamm und einem neuen Rettungswagen können die Helfer schneller die Patienten erreichen, sagt René Glaeser, Werkleiter Rettungsdienst. Gestern war die Übergabe.

Im Gegensatz zur alten Wache Am Volksplatz handelt es sich nicht mehr um zwei getrennte Gebäude, die Rettungssanitäter sind schneller im Auto, die Tore schließen automatisch. „Allein das hilft schon deutlich, wir sprechen ja von Sekunden“, so René Glaeser. Binnen 15 Minuten muss der erste Helfer am Einsatzort eintreffen. „In 92 Prozent aller Fälle erreichen wir das im Kreis. Mit der neuen Wache werden wir an den 95 Prozent kratzen. Das ist unser Ziel“, so der Werkleiter.

In Lenzen sind rund um die Uhr zwei Rettungssanitäter im Dienst. Der Notarzt kommt tagsüber mit dem ADAC Rettungshubschrauber, nachts aus Wittenberge oder Perleberg. Die alte Wache wurde 1992 von Regine Hildebrandt eröffnet, blickt Landrat Torsten Uhe zurück. Seit 2002 bestand Sanierungsbedarf, doch die Entscheidung fiel für einen Neubau.

Die Baukosten belaufen sich auf 264 000 Euro, der neue Rettungswagen hat 125 000 Euro gekostet. Bezahlt haben das die Krankenkassen und nicht der Kreis. Baubeginn war im September 2013, beteiligt waren ausschließlich regionale Firmen, so Torsten Uhe.

4500 Einwohner und eine Fläche von etwa 230 Quadratkilometern werden von Lenzen aus abgedeckt. Mit der gestrigen Neueröffnung hat der Kreis die Sanierung aller neun Wachen abgeschlossen. Der Rettungsdienst mit seinen 117 medizinischen und fünf Verwaltungsmitarbeitern verfügt über 16 Rettungswagen und drei Notarzteinsatzfahrzeuge. In Reserve stehen drei bzw. ein Fahrzeug.

Weitere Wachen seien nicht geplant, mögliche Standortveränderungen hingegen im Zuge des Autobahnbaus nicht ausgeschlossen, so René Glaeser. Das müsse abgewartet werden.

Nächste Herausforderung für den Rettungsdienst ist die Qualifizierung von 68 Notfallsanitätern. Das in diesem Jahr in Kraft getretene Gesetz schreibt eine Frist bis Ende 2020 vor.

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