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Der Prignitzer

24. November 2017 | 17:29 Uhr

Helfer füllen über 24 000 Sandsäcke

vom

svz.de von
erstellt am 05.Jun.2013 | 09:40 Uhr

Wittenberge | Auf der alten Ölmühle wird seit Dienstag am späten Nachmittag geschippt. Sandsack für Sandsack füllen Freiwillige. Über 24 000 Säcke waren gestern bis Mittag fertig, quasi bereit zum Verbau an neuralgischen Stellen. "Ich danke allen, die dort mitanpacken, sehr herzlich", sagte gestern Bürgermeister Dr. Oliver Hermann. Auf der Ölmühle und gegebenenfalls auch auf der Freifläche im Packhof füllen Freiwillige die Sandsäcke, die zur Sicherung der Deiche benötigt werden. Jeder Helfer ist dort nach wie vor sehr willkommen. Er soll sich einfach einfinden, hieß es gestern.

Ab heute wird es auch möglich sein, für den privaten Bedarf, also zur Sicherung von Kellerschächten, Haus- und Terrassentüren, die kleinen Säcke mit Kies zu füllen. Wie das Stadtoberhaupt gestern informierte, hat der Hochwasserstab dazu eine Möglichkeit an der Ecke vom Grünen Weg eingerichtet.

Ab heute auch schippen für den eigenen Bedarf

Den Sand stellt die Stadt kostenlos zur Verfügung. Säcke müssen die Bürger sich kaufen. Das Baufachzentrum im Gewerbegebiet soll einen gewissen Vorrat geordert haben. Auch das Transportunternehmen DEBE soll laut Einsatzstab angekündigt haben, Säckchen an Ort und Stelle zu verkaufen. Heute ab 8 Uhr kann gefüllt werden, so lange der Vorrat reicht. Wobei man sagen müsse, so Dr. Hermann, "dass das Halten der Deiche der beste Schutz für die Stadt und ihre Bürger ist".

Ab heute werden auch Deichläufer unterwegs sein. Die erfahrenen Männer werden die 18 Kilometer Elbdamm in Verantwortung der Stadt und auch den Rehwischdeich auf Sicker- und andere Schadstellen kontrollieren. 70 Freiwillige werden laut Bürgermeister im Einsatz sein. Der Einsatzstab sei froh, dass die Deiche bei Wittenberge in einem guten Zustand sind. Ein neuralgischer Punkt ist allerdings der Bereich zwischen Uferturm der Ölmühle sowie dem Wasser- und Schifffahrtsamt.

Neuralgischer Punkt an der Uferpromenade

Dort baut das Landesumweltamt eine neue Hochwasserschutzmauer, die Stadt die Uferpromenade. Die Vorrichtungen für die mobile Schutzwand, die es dort so lange gab, sind demontiert, der neue Schutz noch nicht fertig. Deshalb haben Bauleute gestern in Menge Sand zu einem kleinen künstlichen Wall an der Wasserkante aufgeschoben, um diesen Abschnitt zu sichern.

Ihre Hilfe angeboten hat die U-Bootbesatzung Alpha der Stadt Wittenberge. Ein Angebot, dass den Koordinierungsstab freut. Der Einsatz der U-Bootleute wäre allerdings leichter und schneller zu realisieren, wenn der Landkreis wie die Nachbarn in der Altmark, in Mecklenburg-Vorpommern und in Niedersachsen früher den Katastrophenfall ausgerufen hätte. Diese Entscheidung lag aber nicht in städtischen Händen, sondern in denen des Landrates. Gute Erfahrungen haben die Wittenberger bereits bei vorhergehenden Hochwassern mit der Hilfe der Marine gemacht.

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