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Der Prignitzer

21. November 2017 | 00:14 Uhr

Helfen ohne Angst und Hemmungen

vom

svz.de von
erstellt am 23.Apr.2013 | 10:15 Uhr

Putlitz | Eine Person liegt bewusstlos am Boden. Am Kopf eine Platzwunde. Wie muss sich der Ersthelfer in einem solchen Fall verhalten? Diese Frage können die Kinder und Jugendlichen vom Jugendrotkreuz schon beantworten - zumindest in der Theorie. Die Praxis lernten sie am Wochenende in Putlitz, denn dort veranstaltete der DRK-Kreisverband Prignitz mit dem Jugendrotkreuz bereits zum achten Mal ein Ausbildungscamp.

Elf Mannschaften mit rund 45 Kindern und jungen Erwachsenen zwischen sechs und 27 Jahren aus der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin gingen am Samstag an den Start. Unter ihnen die Jugendrotkreuzgruppen aus Perleberg und Wittenberge und die Wasserwachten aus Putlitz und der Rolandstadt. Die 16 Stationen, in denen ihr Wissen und Können überprüft wurde, verteilten sich in der ganzen Stadt. "An jeder Station steht ein Erste-Hilfe-Ausbilder oder Fachmann und bewertet die Übungen", so Christian Piehl. Er ist organisatorischer Leiter beim DRK Prignitz und koordiniert die Veranstaltung. "Die Übungen sind dazu da, Ängste zu nehmen und Hemmungen abzubauen", sagt Piehl. So trauen sich viele oft nicht, die Verletzten anzufassen.

Im Ernstfall kann das aber lebenswichtig sein. Warum, demonstrieren Tim und Pascal an einem simulierten Unfall. Zwei Kinder der Putlitzer Jugendfeuerwehr stellen die Verletzten. Die beiden Jungs versuchen erst, die Bewusstlosen anzusprechen. Dann nehmen sie den Kopf und strecken ihn leicht nach hinten, überprüfen die Atmung und bringen die Verletzten dann mit geübten Handgriffen in die stabile Seitenlage. Erst jetzt versorgen sie die Kopfwunde. "In der Reihenfolge ist es richtig", lobt Piehl.

Der Wettbewerb soll sich aber nicht nur um den Ernst des Lebens drehen. Deshalb steht das Ausbildungscamp jedes Mal unter einem anderen Motto, das möglichst wenig mit den Aufgaben des DRK zu tun hat. Dieses Mal hieß es "Zurück in die Steinzeit", wobei die Teilnehmer erfuhren, wie früher Papier hergestellt wurde oder welche Kleidung die Menschen damals trugen. Spaß machte allen die Aufgabe, aus Knete Essbesteck herzustellen.

Die Siegermannschaften aus allen vier Altersklassen heißen: "Die sprechenden Säbelzahntiger", "Die Tele tubbies", "Die Perle" und "Ostpreußische Höhlenforscherelite".

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