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Abschied nach 46 Jahren im Beruf : Heidemarie Blohm sagt Tschüss

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Engagierte Kita-Chefin der Awo und Erzieherin geht in den Ruhestand und sucht neue Herausforderung.

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2015 | 17:32 Uhr

Heimlich haben die Mädchen und Jungen aus dem Awo-Haus der kleinen Strolche mit ihren Erzieherinnen geübt. Ihre Heidemarie Blohm sollte auf keinen Fall etwas merken. Die Heimlichkeiten hatten allerdings nichts mit Weihnachten zu tun. Alle Gruppen aus der Kita haben ein Programm vorbereitet, natürlich hatten sie auch die Lieblingslieder von Heidemarie Blohm auf dem Schirm. Schließlich veranstalteten sie ein Abschiedskonzert. Die langjährige Kita-Leiterin hatte gestern ihren letzen Arbeitstag in der Einrichtung.

Natürlich waren ihr als guter Erzieherin längst die kleinen Heimlichkeiten aufgefallen, die sich um diesen Tag rankten. Sie schmunzelte, als zwei Kinder sie in den großen Gruppenraum bringen, wo sich schon eine große Schar von Wegbegleitern und Freunden versammelt hatte, um Danke zu sagen und um ihr alles Gute für den jetzt kommenden Lebensabschnitt zu wünschen. Darunter von der Geschäftsführung der Awo Gisela Kösters und Heike Schulz und auch Wittenberges stellvertretende Bürgermeisterin Waltraud Neumann.

Heidemarie Blohm kam 1995 in die Awo-Kindertagesstätte, ist bzw. war dort viele Jahre Leiterin. Im Beruf ist die engagierte Frau aber bereits seit 1969, nachdem sie erfolgreich das Fachschulstudium als Kindergärtnerin in Schwerin abschloss. Nach der Wende absolvierte sie die obligatorische Anpassungsqualifizierung zur Erzieherin. Damit aber nicht genug. Heidemarie Blohm ist auch Heilerziehungspflegerin und Sozialpädagogin für Jugend und Familie. Sie ist seit 46 Jahre im Beruf, und sie sagt auch heute noch: „Ich bin mit Leidenschaft Erzieherin. Die Arbeit mit Kindern ist etwas ganz Wundervolles.“ 150 Mädchen und Jungen vom Krippen- bis zum Hortkind werden im Haus der kleinen Strolche betreut. Die Kita-Chefin kennt jedes Kind beim Namen, kennt alle Muttis und Vatis. „Wer Erzieher ist, muss sich Zeit nehmen, sich immer wieder auf neu auf die Bedürfnisse der Kinder einstellen – und das zu jeder Tageszeit und unabhängig davon, wie sehr man selbst von Dingen in Anspruch genommen ist“, formuliert Heidemarie Blohm den hohen Anspruch an den Beruf. Wenn sie jetzt auch der Kita Tschüss gesagt hat, so soll das nicht heißen, „dass ich nun nur zu Hause bin“, sagt sie. „Ich möchte mich betätigen, mich einbringen. Könnte mir das beispielsweise in Bezug auf Flüchtlinge vorstellen, wenn sie Deutsch lernen wollen.“  

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