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Heftige Diskussion um neues WC im Burgkeller

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erstellt am 06.Jun.2013 | 06:04 Uhr

Kletzke | Eine heftige und sehr emotionale Diskussion entfachte sich in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter von Plattenburg darum, ob die Gemeinde 11 100 Euro für den Bau neuer Sanitäranlagen im Burgkeller der Plattenburg beisteuere oder nicht. Die Summe war bereits in den Haushalt eingestellt, jedoch als Kofinanzierung für beantragte Fördermittel.

Nachdem der Fördermittelantrag der Kommune abgelehnt wurde, erklärte sich der Pächter der Burganlage, René Günther, bereit, den Förderbetrag von 18 900 Euro selbst aufzubringen, wenn die Kommune den geplanten Eigenanteil zur Verfügung stelle, um die Gesamtkosten von etwa 30 000 Euro abzudecken.

"Ich bin strikt dagegen, dem schlechten Geld noch gutes hinterher zu werfen. Wer weiß, ob und wann wir die Burg verkaufen können und ob uns diese Sache nicht auf die Füße fällt. Wer Unternehmer ist, muss auch selbst investieren können", sagte Wolfgang Sill aus Glöwen. Ihn unterstützten in seiner Meinung Reimar Heering aus Glöwen und Robert Barwig aus Groß Leppin. "Ich denke, eine Buswartehalle für die Kinder in Plattenburg ist wichtiger als neue Toiletten im Burgkeller. Es gibt dort eine WC-Anlage und die ist ausreichend", argumentierte Barwig.

"Ich denke, wir sollten die Investition machen, denn eine gastronomische Einrichtung mit Außentoilette ist wirklich nicht mehr zeitgemäß und wirft auch auf uns als Kommune und Eigentümer kein gutes Licht", meinte dagegen Ulrich Schulz aus Garz. Dr. Rainer Schneewolf aus Rambow, der die Arbeitsgruppe zur Plattenburg leitet, pflichtete Schulz bei: "Wir haben diese Maßnahme befürwortet und auch einen entsprechenden Beschluss gefasst. Für uns ändert sich doch nichts. Egal, ob die Fördermittel fließen oder der Pächter selbst in die Bresche springt. Das ist eine Maßnahme, die wir umsetzen sollten", betonte Schneewolf. "Auch wenn wir keine großen finanziellen Sprünge mehr machen können, sollten wir uns dennoch nicht von der Plattenburg verabschieden. Wir sind immer noch Eigentümer, und Eigentum verpflichtet", sagte Jürgen Skubich aus Kletzke. Das gastronomische Niveau sollte gehalten und verbessert werden. Dieser Ansicht folgte dann auch die Mehrheit der Abgeordneten. Mit sieben Ja-Stimmen und drei Nein-Stimmen wurde der Beschluss mehrheitlich gefasst, die WC-Anlagen im Burgkeller zu bauen.

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