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Der Prignitzer

12. Dezember 2017 | 22:43 Uhr

Hausbrand fordert ein Todesopfer

vom

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 06:08 Uhr

Roddan | Zu einem tragischen Unglück kam es am Donnerstagabend in Roddan. In einem Wohnhaus war gegen 20 Uhr aus noch unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen und hatte sich innerhalb kürzester Zeit auf das gesamte Gebäude ausgedehnt. "Wir waren gerade beim Abendessen, als Kinder riefen, dass es brennt", sagt ein Nachbar. "Wir sind sofort rüber und haben versucht, die Tür zu öffnen. Zwei Männer von der Feuerwehr Roddan haben sie schließlich aufgebrochen, aber im Haus war alles schon so verqualmt, dass sie nicht hineingehen konnten."

Als auch die Feuerwehren aus Bad Wilsnack, Bälow, Legde und Quitzöbel zur Unterstützung anrücken, steht das Haus bereits in Vollbrand, ein Innen angriff ist aufgrund einstürzender Decken nicht mehr möglich. Trotz massiver Löscharbeiten von außen, für die auch die Drehleiter aus Wittenberge nach Roddan beordert wurde, brauchten die Kameraden rund drei Stunden, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Weitere Glutnester konnten erst nach Aufreißen des Daches bekämpft werden. "Schwierigkeiten ergaben sich auch aus dem wilden Bewuchs vor dem Haus, der den Zugang für die Einsatzkräfte erheblich erschwert hat", erklärte Einsatzleiter Torsten Blüthmann. Die Löschwasserversorgung hingegen habe gut geklappt, da ein Hydrant in unmittelbarer Nähe genutzt werden konnte.

Nach Abschluss der Brandbekämpfung fanden die Feuerwehrmänner die bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche des mutmaßlichen Bewohners. Eine Bergung in der Nacht wurde aufgrund der Menge an Schutt, unter der der Tote begraben war, verworfen. Aus diesem Grund verblieb neben der Brandwache der Feuerwehr auch ein Streifenwagen der Polizei vor Ort, um den Unglücksort zu sichern.

Mordkommission ermittelt ebenfalls

Am Morgen begannen Kriminaltechniker mit ihren Ermittlungen zur Ursache des Brandes. Auch Beamte der Mordkommission nahmen die Ruine in Augenschein und begleiteten die Bergung der Leiche. "Dabei handelt es sich um eine Routinemaßnahme, die immer dann eingeleitet wird, wenn die Identität eines Opfers nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann", informierte Toralf Reinhard, Pressesprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin.

Der Tote sei bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, so dass nicht mit Sicherheit feststehe, dass es sich um den 55-jährigen Bewohner handelt, der laut Einwohnerkartei des Amtes unter dieser Adresse gemeldet ist. "Genaueres wissen wir erst nach der Obduktion, in der die Identität mittels Dentalabgleich oder DNA-Test sowie die Todesursache festgestellt werden", so Toralf Reinhard. Das Gebäude ist nach Polizeiangaben akut einsturzgefährdet. Eine Sicherung wird durch das Amt Bad Wilsnack/Weisen vorgenommen.

Feuerwehrfahrzeug sprang nicht an

Mit einer Panne muss sich indes die Feuerwehr Roddan beschäftigen, deren Fahrzeug zunächst nicht angesprungen ist. "So etwas darf nicht passieren", stellt Amtsbrandmeister Roland Muntau klar. "Das Fahrzeug war erst kürzlich wegen dieser Probleme zur Inspektion, und laut Werkstatt sei der Fehler behoben worden." Der Zeitverlust sei aber nicht erheblich gewesen. "Einerseits liegt das Gerätehaus in unmittelbarer Nähe zur Einsatzstelle, andererseits haben die Kameraden es dann doch zum Laufen gebracht.

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