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Prignitz präsentiert sich auf Grüner Woche : Hauch von Mystik auf dem Teller

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Knut Jessen vom Bio-Restaurant Burg Lenzen setzt bei der Grünen Woche auf internationale Vielfalt.

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erstellt am 18.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Die Prignitz präsentiert sich auf der Internationalen Grünen Woche. Zehn Köche folgen der Einladung des Tourismusverbandes, um mit ihren kulinarischen Ideen für die Region zu werben. Der „Prignitzer“ stellt die Kochprofis und ihre Kreationen vor. Morgen kocht Knut Jessen vom Biohotel in Lenzen.


Traditionell bringen Prignitzer Köche den Messebesuchern auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin die kulinarische Vielfältigkeit der Region näher. Zur Eröffnung stellt Knut Jessen, Chefkoch des Bio-Restaurants auf der Burg Lenzen, seine Kreationen in Halle 21a vor. „Wir wollen die Leute auf die Prignitz aufmerksam machen, präsentieren ja nicht nur unser Restaurant, sondern das gesamte Burgensemble“, sagt Knut Jessen. Der 45-Jährige vertritt das Burgrestaurant bereits zum zehnten Mal in Folge in der Bundeshauptstadt. Besonderen Wert legt der Küchen- und Restaurantchef, der fast ausschließlich Bio-Produkte für seine Gerichte verarbeitet, dabei auf Erzeugnisse aus der Region. Als Vorspeise tischt Jessen eine Suppe aus blauer und gelber Süßkartoffel, versetzt mit einer Roulade aus Paprika und Zucchini, auf. Dazu gibt es einen Kürbissalat mit Fetakäse, Lauch und selbstgemachter Orangenmarmelade, garniert mit wilden Kräutern und Pastinaken-Chips. „Das kann ein Renner werden“, glaubt Knut Jessen, der seit Juni 2007 in Lenzen kocht. Doch damit nicht genug. „Wir wollen zeigen, was unsere Küche sonst noch so ausmacht“, macht der Lenzener Appetit auf eine weitere Gaumenfreude. Denn als Hauptgericht hat sich Jessen Süßkartoffeln, gefüllt mit Lammhack, ausgedacht. Dazu gibt es ein Fenchel-Apfel-Gemüse und blaue Kartoffeln. Abgerundet wird das Mahl mit einer Holunder-Ingwer-Rotweinsoße.

Als Dessert servieren die Lenzener eine Creme aus Aceibeeren mit Vanille und Mangostreifen. „Der Acei, einer Frucht der aus Südamerika stammenden Kohlpalme, werden ja mystische Sachen nachgesagt. Sie soll das Gewicht und Falten reduzieren“, grinst Jessen vielsagend.

Natürlich wird er dem Messepublikum auch den als Prignitzer Nationalgericht geltenden Knieperkohl kredenzen. „Wir machen diesmal damit aber keine Experimente, servieren den Knieper klassisch in seiner ursprünglichen Art, schön lange gegart und mit Lammknacker, Kartoffeln oder Kartoffelstampf.“

Wie in den vergangenen Jahren schon, werden die Lenzener auch Zettel mit Rezeptvorschlägen und Gutscheinen auf der Rückseite an die Messebesucher verteilen. Diese wurden in den zurückliegenden Jahren von Gästen mehrfach bei einem Besuch auf der Lenzener Burg eingelöst. So habe man einen nachvollziehbaren Rücklauf. Auf eine ähnliche Nachhaltigkeit hoffen Knut Jessen und sein Team, diesmal bestehend aus einer Rezeptionistin und einem zweiten Koch, nach der Grünen Woche auch für dieses Jahr.  

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