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Der Prignitzer

23. Oktober 2017 | 12:05 Uhr

Handyempfang nur mit Verstärker

vom

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2012 | 09:36 Uhr

GroSS Linde | Laut Statistik von Dezember 2011 hat Groß Linde 47 Einwohner und etliche nutzen die Chance, all das gegenüber der Stadtverwaltung zur Sprache zu bringen, was ihnen auf der Seele liegt. Hans Rothbauer, stellvertretender Bürgermeister, hat sich eigens dafür Verstärkung aus den einzelnen Sachgebieten zur Einwohnerversammlung am Dienstagabend mitgebracht. Und so erhält Ulrich Hinze auf die Frage, warum die Sirene im Dorf verstummt ist, auch gleich von kompetenter Seite eine Antwort. "Bis dato zog diese Strom aus dem öffentlichen Netz. Im Zuge von Bauarbeiten am Haus wurde nun ein Zwischenzähler installiert. Sofern die Arbeiten beendet sind, wird auch die Sirene wieder ihren Dienst tun", erläutert Uwe Schleich, zuständig für Katastrophenschutz und Feuerwehren bei der Stadt. Wenn dann schon investiert werde, warum setzt man die Sirene nicht gleich aufs Spritzenhaus? "Ein zu teures Unterfangen", so Schleich, denn Umsetzung und der Sirenenmast kosten rund 18 000 Euro.

Ortsvorsteher Malte Hübner-Berger bringt die Sprache auf den Feuerlöschteich, der abgepumpt und entschlammt wurde. "Zeitnah soll eine neue Plane eingezogen werden. Doch was heißt zeitnah?" "Donnerstag", und das passiert gestern auch. Kameraden der Groß Buchholzer und Perleberger Wehr sind am Arbeiten. Der Teich wird auch gleich teilbefüllt, damit sich die Plane nicht verselbstständigt. Zugleich verbindet Schleich damit die Bitte an die Kameraden der Groß Linder Wehr, die immerhin so um die 14 Mitglieder zählt, dass sie den Rand der Plane entsprechend eingraben und so für sicheren Halt sorgen. "Vielleicht ergibt sich 2013 gar die Möglichkeit, den Rand noch mit Betonplatten zu sichern", stellte er in Aussicht.

Eine abgestorbene Linde an der Landesstraße in Höhe des Ortseingangs, die möglicherweise beim nächsten Sturm zur Gefahr werden könnte, ein Wackelkontakt in einer Straßenlampe, der fast zugewachsene Radweg und der Schotterbelag, der auch mal wieder eine Auffrischung benötigt - Dinge, die die Groß Linder zudem kritisieren. Was in Verantwortung der Stadt liege, das werde auch in Ordnung gebracht, bzw. die Eigentümer angeschrieben, versichert der stellvertretende Bürgermeister. Betreffs der abgestorbenen Linde und des Grüns, das am Radweg über sich hinaus wächst, werde es ein Ortstermin geben. Seitens des Stadtbetriebshofes kündigte Holger Schelle an, dass demnächst wieder mit Baumschnittarbeiten begonnen werde. Auch die Ausbesserung des Schotterweges sei eingetaktet.

Keine Lösung zeichnet sich aber derzeit in Sachen schnelles Internet ab. Auch dieses Problem spricht der Ortsvorsteher an. "Wir haben die Telekom dahingehend noch einmal angeschrieben, die Antwort steht aber noch aus", so Hans Rothbauer. Die Reaktion der Groß Linder: Die Politik verspricht viel, gemacht wird nichts. Mit der Begründung zu wenige Abnehmer bleiben so kleine Orte auf der Strecke, "machen wir unseren ländlichen Raum weiter unattraktiv", so Malte Hübner-Berger. Und Ronald Schreib liefert dafür das Beispiel: 350 Euro für eine Antennenverstärkeranlage musste er in die Hand nehmen, damit er überhaupt mit Handy telefonieren könne. Sie wollen und sollen sich nicht mit den Antworten der Anbieter abfinden, so der Tenor an diesem Abend. Beim stellvertretenden Bürgermeister stoßen sie da auf offene Ohren, er bestärkt sie darin, sich auch an die Abgeordneten des Stadtparlaments zu wenden.

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