Perleberg : Handwerksführer durch die Zeiten

 Ines Jesse, Staatsekretärin im Verkehrsministerium, eröffnete die Open-Air-Schau gestern mit einem symbolischen Hammerschlag, l. Bürgermeisterin Annett Jura, r. Martina Hennies.  Fotos: Birgit Hamann (3)
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Ines Jesse, Staatsekretärin im Verkehrsministerium, eröffnete die Open-Air-Schau gestern mit einem symbolischen Hammerschlag, l. Bürgermeisterin Annett Jura, r. Martina Hennies. Fotos: Birgit Hamann (3)

Perleberger Beitrag im brandenburgischen Kulturland-Themenjahr – eine Open-Air-Schau – eröffnet

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26. Juni 2016, 22:00 Uhr

Infrastrukturstaatsekretärin Ines Jesse eröffnete am Sonntag die Ausstellung „HandArbeit! Handwerk im Zwiespalt der Zeiten“ – eine Open-Air-Schau, die durch Perleberg führt und die Entwicklung im historischen Stadtkern zeigt, und zwar sowohl in sozialer und wirtschaftlicher als auch in kultureller und politischer Dimension, von der Stadtgründung bis in die Gegenwart. Ines Jesse: „Über Jahrhunderte haben die Handwerker die Innenstadt mit ihrer Kunst geprägt. Der Wandel der Stile und handwerklichen Verfahren, aber auch die verschiedenen Materialen, die über diese langen Zeiträume Verwendung fanden, werden erlebbar. In der historischen Innenstadt wird eine hohe Baukultur sichtbar, deren Erhaltung und Pflege wir unterstützen und stärken möchten“, unterstrich Jesse. Viele Perleberger waren live dabei, als die Ausstellung mit einem symbolischen Hammerschlag an einem der gestalteten Punkte – direkt an der Jacobi-Kirche – ihren Startschuss bekam.

An mehreren Standorten findet man nun Orte der Erläuterung und des Verweilens, denn die Schauplätze sind jeweils mit einladenden Sitzmöglichkeiten versehen. Platziert sind sie unter anderem am Schulgang oder beim historischen Postgebäude, Erläutert werden jeweils die vielfältigen Zeugnisse des Perleberger Handwerks. An der St. Jacobi-Kirche verweist die dargestellte komplexe Dachkonstruktion auf ein Meisterwerk der Zimmermannskunst. Das diesjährige Kulturland-Themenjahr unter dem Motto „Alte Stadt – Museum oder Zukunftslabor“ stellt Traditionen und historische Zeugnisse des Handwerks vor, beleuchtet die Innovationskraft und präsentiert Berufsbilder im Handwerk in unterschiedlichen, auch kulturellen und künstlerischen Facetten.

Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der Kulturland Brandenburg gGmbH, gab gestern einen Gesamtüberblick über die Aktivitäten in den beteiligten Städten mit historischen Stadtkernen und ermunterte die Perleberger, sich diesbezüglich auch einmal anderswo umzuschauen. Für die Rolandstadt hob sie die Verweil-Punkte hervor, die durchaus auch zum Nachdenken anregen sollen, wenn man denn dort einmal Platz genommen habe: „Was bedeutet mir meine Stadt, was der historische Kern von Perleberg?“ seien mögliche Fragen, auf die man mit dieser jüngsten Kulturland-Aktion Antwort finden könne. Das Engagement der Rolandstadt innerhalb der brandenburgischen Kulturland-Themenjahre wurde gestern allseits gelobt. Stets sei Perleberg mit guten, eigenen Ideen dabei.

Kreishandwerksmeister Heiko Wegner nutzt gestern die Gelegenheit, in großer Runde die Werbetrommel für Handwerksberufe in der Prignitz zu rühren. „Nutzt Praktika oder geht einfach selbst in die Betriebe, um euch ein Bild von dieser Arbeitswelt zu machen“, richtete er gestern auf dem Großen Markt das Wort speziell an die vielen anwesenden jungen Leute.

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