Vorweihnachtliche Einladung : Handgemachtes fand reißenden Absatz

Dajana Herms, Heilerziehungspflegerin, und Mike Trezenski, Arbeitsanleiter, präsentieren gemeinsam mit Peter (l.) und Frank einige der liebevoll handgefertigten Stücke.
Dajana Herms, Heilerziehungspflegerin, und Mike Trezenski, Arbeitsanleiter, präsentieren gemeinsam mit Peter (l.) und Frank einige der liebevoll handgefertigten Stücke.

Haus Klein Linde lud zum traditionellen Adventsbasar ein

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24. November 2014, 12:00 Uhr

Der reißende Absatz ist ihnen gewiss – den derzeit 32 Bewohnern des Hauses Klein Linde, wenn sie und ihre Betreuer zum inzwischen traditionellen Adventsbasar einladen. Am Sonnabend war es wieder soweit. Kaum war der Basar eröffnet, trugen die Besucher, die sich hier stets sehr zahlreich einfinden, kleine und große Vogelhäuser, Weihnachtsdekorationen, Kränze und Gestecke hinaus, um sie mit nach Hause zu nehmen.

„Weihnachts- und Osterwerkstatt ist bei uns eigentlich rund ums Jahr. Mit der Produktion der Oster- und Frühlingssachen legen wir im Januar los, also kurz nach Weihnachten“, beschreibt es Einrichtungsleiter Klaus Hansen. Das Werkeln ist in Klein Linde Teil der Therapie für Menschen, die aufgrund von Suchtmittelmissbrauch teils schwer erkrankten und hier eine zweite Heimat finden. Ziel ist die Wiedereingliederung in die Gesellschaft bei maximal möglicher Selbstständigkeit, was schon vielfach gelungen sei, so Klaus Hansen. Er leitet das Haus seit 2010.

Seit 1995 gibt es die Suchthilfeeinrichtung, deren Träger der Deutsche Orden ist, im idyllischen Klein Linde (Gemeinde Groß Pankow).

Dass die Produkte bei den jahreszeitlichen Basaren so gut ankommen, liegt sicher daran, dass selbst das kleinste Detail in Handarbeit gefertigt wird. Die Bewohner – und natürlich auch das zwölfköpfige Betreuerteam – erfüllt das stets mit Stolz. Auch zum Verweilen wurde vorgestern wieder eingeladen, bei Kaffee, Kuchen und Adventsmusik. Eine gute Gelegenheit, ohne Schwellenangst hinter die Kulissen der Einrichtung zu schauen. Die hier betreuten Frauen und Männer sind im Schnitt Anfang 50, kommen vornehmlich aus der Prignitz, aber auch aus anderen Teilen Brandenburgs. Ihr Aufenthalt wird zumeist vom Landkreis als Träger der Sozialhilfe finanziert.

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