Perleberg : Hagenbrücke offiziell übergeben

Im Beisein von Bürgern und Stadtvertretern sowie den am Bau beteiligten Akteuren wurde das Band durchgeschnitten.  Fotos: Doris Ritzka
Im Beisein von Bürgern und Stadtvertretern sowie den am Bau beteiligten Akteuren wurde das Band durchgeschnitten. Fotos: Doris Ritzka

Rund 140 000 Euro investiert in Fachwerktrog-Konstruktion aus Aluminium, die nun 80 Jahre halten soll

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09. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Das symbolische Band ist durchgeschnitten, die Brücke für Fußgänger und Radfahrer an der Pferdeschwemme nun ganz offiziell freigegeben. Genutzt wird jene neue Querung über die Stepenitz allerdings schon seit Anfang September. Denn am letzten Tag des Monats August wurde die rund 2,5 Tonnen schwere Fachwerktrog-Konstruktion aus Aluminium im Stück angeliefert und mittels Kran an ihren vorbestimmten Platz gehievt. Dann erfolgte noch die Anpflasterung und die Installierung von zwei Schutzrohren. Einzig das Geländer beidseitig der Zuwegung musste noch maßgeschneidert gefertigt werden. Und das dauerte länger, als die ganze Brücke. Denn für die war im Juli Baubeginn.

„Trotzdem, gut schaut sie aus, modern und passt dennoch in die Gegend“, so Wolfgang Boche. Auch diese Brückenübergabe wollte der Perleberger nicht versäumen. Zustimmendes Nicken auch von Wilfried Ehlert. Als ehemaliger Tiefbauer ist er vom Fach. „Der Überbau wurde auf die alten Widerlager gesetzt. Die halten“, ist er sich sicher und verweist mit einem Lächeln auf die Brücken, die einst die Römer in Trier bauten.

80 Jahre sind nun jener neuen Verbindung von der Altstadt zu Perlebergs grüner Lunge, dem Hagen, vorbestimmt, wie Ute Brüggemann, stellvertretende Bürgermeisterin, sagte. Die Vorgängerin der Brücke schaffte gerade mal 24 Jahre. Schon nach zehn Jahren schwächelte sie, deutete sich an, dass jene Querung aus Holz nicht für die Ewigkeit gefertigt worden war.

Zwei Meter Nutzungsbreite wie gehabt und 14,20 Meter lang – Stützweite wie der Fachmann sagt – so die Maße der neuen Brücke, übrigens der dritten im Hagen, die erneuert werden musste. „Damit sind alle vier städtischen Überwege über die Stepenitz im Hagen nun wieder komplett“, so Ute Brüggemann und sie verband damit ein Dank an alle, die ihr Scherflein dazu beigetragen haben. Rund 140 000 Euro schlagen als Investitionssumme für dieses Projekt, das die Altstadtinsel über den Mühlenkanal mit dem ebenfalls zum Sanierungsgebiet gehörenden Hagen verbindet, zu Buche. Entsprechend konnte die Stadt mit einer 80-prozentigen Förderung aus dem Programm städtebaulicher Denkmalschutz rechnen. In Anlehnung an Maffay und Karat kann man nun wieder über „sieben Brücken…“ (einschließlich der privaten) in den Hagen gelangen.

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