Perleberg : Hagenbrücke gestern aufgesetzt

Gestern früh kam sie endlich – die neue Hagenbrücke.
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Gestern früh kam sie endlich – die neue Hagenbrücke.

Freitag, 11 Uhr, und damit zumindest noch rechtzeitig zum Perleberg-Festival wird der kleinen Überweg über die Stepenitz freigegeben

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08. Juni 2016, 04:45 Uhr

Endlich: Die Hagenbrücke ist aufgesetzt. Gestern um 7 Uhr kam der Tieflader an und mittels Ladearm wurde die Brückenkonstruktion an ihren vorbestimmten Platz gehievt. Morgen nun sollen die Geländer angebracht werden. Tags darauf, am Freitag um 11 Uhr, soll die neue Querung für Fußgänger und Radler im Hagen offiziell freigegeben werden, so Bauamtsleiter Hagen Boddin.

Gestern allerdings durfte Heidi Reppert als erste Anwohnerin schon mal die sprichwörtliche Probe aufs Exempel machen. „Sie hält und ist toll geworden“, sagte sie lachend. Lange habe es zwar gedauert, doch „die neue Hagenbrücke kann sich wirklich sehen lassen. Und wir können nun endlich wieder ohne Umwege in die Stadt gelangen.“ Gestern jedoch beließ es auch Heidi Reppert beim ersten Mal. „Ran und noch außen rum“, so ihre Marschroute. „Wir haben so lange gewartet, da halte ich es auch noch bis Freitag aus.“

Am 10. Dezember vergangenes Jahres war Bauanlaufberatung. Der alte Holzüberbau wurde abgenommen, mit den Abbruch- und Abrissarbeiten wurde begonnen. Den Zuschlag für die Brückenarbeiten hatte die Firma Hoch-, Tief- und Kulturbau Wusterhausen erhalten. Sie hat übrigens auch die Brücke am Wallgebäude gebaut, kannte sich also mit den Perleberger Gegebenheiten aus.

Entstanden ist nun eine Aluminum-Trog-Brücke in Fachwerkkonstruktion, ähnlich der am Wallgebäude. 115 000 Euro waren als Auftragssumme angesetzt.

Rückblick: Seit Ende November 2014 führt kein Weg mehr über die Brücke in Verlängerung der Hagenstraße, was auf massive Kritik bei den Anliegern stieß, die an die 400 Unterschriften sammelten.

Dass die Brücke erhalten bleibt, zum einen für die Anlieger, aber auch als Zuwegung zum Hagen, der grünen Lunge der Stadt, daran ließ die Stadt keinen Zweifel. Doch unter den gegeben Umständen musste sie diese sperren. Denn eine Brückenprüfung belegte, dass Sicherheit und Tragfähigkeit nicht mehr gewährleistet seien. Damit stand ein Ersatzneubau im Raum. Zuvor musste sich die Stadt mit dem Landesumweltamt (LUGV) aber über die Besitzverhältnisse einigen. Bis dato war strittig, wem die Brücke eigentlich gehört. Nach dem großen Hochwasser 1993 hatte das LUGV diese errichten lassen, als der Hagengraben geöffnet wurde. Bis dahin war die Stepenitz hier, wie noch heute im unteren Teil des Hagens in Höhe des Spielplatzes, verrohrt.

Schließlich wurde eine Vereinbarung zum Neubau der Hagenbrücke abgeschlossen. Diese sieht vor, dass sich beide an den Kosten des gemeinsamen Vorhabens beteiligen, das LUGV zu 75 Prozent, die Stadt zu 25 Prozent.

Nun nach Fertigstellung geht die Baulast, sprich die Brücke, in die Hoheit der Stadt über, die rechtzeitig zum Perleberg-Festival am Sonnabend dann den Rundgang durch den Hagen möglich macht.  

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