Kein Abriss : Hafenkran inspiriert Hausumbau

In Form eines Hafenkrans soll der Anbau als Eyecatcher wirken.  Zeichnung: Architekturbüro Atelier Neun
In Form eines Hafenkrans soll der Anbau als Eyecatcher wirken. Zeichnung: Architekturbüro Atelier Neun

Deutsch-spanisches Architektenteam entwickelte Konzept für Hafenstraße 8

von
08. Januar 2016, 17:24 Uhr

Vom grauen Langweiler zum Eyecatcher, also Hingucker: So sieht die architektonische Zukunft der Hafenstraße 8 aus. Verbunden mit der äußeren Wandlung werden auch Veränderungen im Innern sein.

Das Haus Nummer 8 steht am Eingang zur neuen Elbuferpromenade. Das macht das Gebäude zu etwas Besonderem, nur sieht es ganz und gar nicht besonders aus.

Das soll sich ändern. Ein schicker Uferweg benötigt eine städtebaulich gleichwertige Eingangssituation, so die Stadtväter.

Die spanischen und deutschen Architekten vom Atelier Neun, hier gut be- und anerkannt vom europäischen Architekturwettbewerb Europan, erhielten den Auftrag, Konzepte zu entwickeln. Ihre Ideen machten sie an der Hafenstraße 8 fest, stellten sie noch im alten Jahr Abgeordneten im Bau- und Wirtschaftsausschuss vor und fanden Zustimmung. Trotzdem wurde nachgefragt: Lohnt es wirklich, das alte Haus umzubauen, wenn doch Abriss und Neubau auch eine Option sind?

Torsten Diehn als Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft sagt „Ja“. Die WGW habe das Haus erworben, um es weiterzuentwickeln. Denn die Substanz sei gut, gebe es auf jeden Fall her.

Die Architekten vom Atelier Neun schlagen vor, sämtliche Nebenbauten vom Grundstück in der Hafenstraße 8 zu räumen. Zurück bleibe dann nur das Haupthaus. „Dadurch wird es möglich, vor dem Gebäude eine Aufweitung der Promenade auszubilden, die als Eingang agiert“, so Architekt Daniel Harth.

Sein Kollege Miguel Ortega erklärt ergänzend, dass ein Anbau vorgesehen ist, der als Eyecatcher einen Akzent setzen und auf den Eingang zum Elbhafenareal hinweisen soll. „Um die Bedeutung des Anbaus zu unterstreichen, weist dieser auch eine größere Höhe als das Hauptgebäude auf.“ Dadurch würden die Sichtbezüge von der Elbuferpromenade, der Hafenstraße, der Zollstraße und der Elbe zum Anbau an die Hafenstraße 8 noch einmal verstärkt.

Interessant ist auch, dass die Architekten sich beim Gebäudeschnitt des Anbaus „von der Kubatur eines typischen Hafenkrans“ inspiriert ließen. Im oberen Geschoss wird der Anbau zur Elbe hin ausgekragt, also vorgezogen. „Das ermöglicht die Ausbildung eines besonderen Fensters zur Elbe hin “, so Harth. Die Hafenstraße 8 wird, so Diehn, weiter als Wohnhaus genutzt, wird durch den Anbau aber auch einen öffentlich nutzbaren Bereich erhalten.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen