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Der Prignitzer

21. Oktober 2017 | 14:23 Uhr

Hafen heute heißt Komplett-Logistik

vom

svz.de von
erstellt am 19.Sep.2013 | 07:13 Uhr

Wittenberge | Nur Hafenumschlag war gestern. Wer in der Branche bestehen und sich entwickeln will, müsse komplette Logistiklösungen anbieten. "Und genau in diese Richtung entwickelt sich der ElbePort mit Erfolg", sagt dessen Chef Michael Beyer. Unaufgeregt, beharrlich und mit Erfolg treibt er das Hafengeschäft, oder noch besser das Geschäft im ElbePort voran, ist auch mit Gesellschaften und Firmen in Kontakt, die anfangs nicht davon überzeugt waren, "dass sich in Wittenberge der Port so gut entwickeln wird".

Beyer spricht davon, dass "wir gebündelte Logistikkompetenz vorhalten" und erklärt, was darunter zu verstehen ist: Kunden sagen, von wo sie wann welche Landung benötigen. Die ElbePort -Gesellschaft entwickelt die dafür notwendigen individuellen Logistikkonzepte und setzt sie von der Verpackung der Ware über den Umschlag bis hin zur Verteilung via Wasser, Schiene oder Straße um. "Der Kunde kann sicher sein, dass die von ihm georderten Güter zum gewünschten Zeitpunkt in der richtigen Menge vor Ort sind", sagt Beyer. Über die Kunden des ElbePorts spricht der Geschäftsführer natürlich nicht, sagt aber, dass sie mittlerweile im Umkreis von rund 60 Kilometern von Wittenberge zu finden sind.

Als der "Prignitzer" vor gut 14 Tagen auf dem Gelände der ElbePort-Gesellschaft mit Wegbegleitern, Geschäftspartnern und Freunden seinen 120. Geburtstag feierte, staunte so mancher Gast über die große Anzahl von Containern auf dem Umschlagplatz: Extra herbeigeschafft, um die Vertreter aus Politik und Wirtschaft zu beeindrucken?

Michael Beyer schüttelt lächelnd den Kopf. Das ganz bestimmt nicht. Vielmehr habe der ElbePort in den beiden kompletten Geschäftsjahren seines Bestehens eine rasante Entwicklung genommen. "Der Umschlag von Massengütern hat sich von knapp 100 000 Tonnen im ersten Jahr fast verdoppelt. 170 000 Tonnen Sand, Kies, Splitt, Dünger, Steine sind im zweiten Jahr umgeschlagen worden, so der Hafenchef. Der Containerumschlag via Wasser, Schiene und Straße stieg von 1400 auf 3000 Stück. "Wir können wirklich sehr zufrieden sein", sagt Beyer, sind mit diesem Umsatzzahlen unseren eigenen Planungen voraus.

Schritt hält mit der Entwicklung die personelle Ausstattung des ElbePorts. Beyer belegt das anhand eines originellen Beispiels. Im vorigen Jahr haben wir unsere betriebliche Weihnachtsfeier ganz gemütlich zu Viert begangen. Für dieses Jahr haben wir schon wieder Plätze bestellt, aber wir benötigen zwölf."

Elf Kollegen sind im ElbePort beschäftigt, ein Mitarbeiter im HavelPort bei Wustermark. Seit Mai ist die ElbePort Wittenberge GmbH zu 53 Prozent an diesem Hafen beteilig. Die Nähe zu Berlin, die Anbindung an die A 10 und die B 5 sowie an die Wasserstraße Berlin-Magdeburg-Hannover machen ihn zu einem interessanten Logistikstandort, so Beyer.

Aber zurück zum Team der Mitarbeiter: Seit dem 1. August gehört auch Laura Marie Franck dazu. Da der ElbePort Ausbildungsbetrieb ist, kann die Wittenbergerin dort ihre dreijährige Ausbildung zur Bürokauffrau absolvieren. "Ich wollte nach der Schule gern in Wittenberge bleiben, bin froh, dass es hier geklappt hat", sagt die junge Frau. Sie versichert, dass sie sich in dem kleinen Team und bei Mitarbeiterin Babette Schnicke, die sich besonders um sie kümmert, gut aufgehoben fühlt.

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