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DRK im Wettbewerb : Händchen halten, kann helfen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wasserwacht und Jugendrotkreuz testen im Wettkampf ihr Wissen in der Ersten Hilfe

von
erstellt am 02.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Einem Menschen das Leben retten zu können, sei einfach ein gutes Gefühl. Dafür lohne es sich, in die Wasserwacht einzutreten, wöchentlich zu üben und zu trainieren, meint Justin Sydow. Am Sonnabend zeigt er zusammen mit rund 50 Jugendlichen , was er bereits alles gelernt hat. Das Jugendrotkreuz hat zu einem Wettkampf eingeladen, zwölf Teams sind gekommen, darunter eine Gastmannschaft aus Parchim.

Vor der Leiter zum Sprungturm im Freibad liegt eine Frau auf dem Rücken. Alexandra Welk, Johannes Guhl, Jonas Tiburtius und Hannah Brandl sprechen sie an. Kann sie Finger und Füße bewegen, kennt sie ihren Namen. Nein, sie müsse nicht sterben, beruhigen die Jugendlichen sie und holen eine zweite Decke herbei. Zwar seien es 30 Grad im Schatten, aber wer unter Schock steht, der friert.

Angela Pank beobachtet jeden Handgriff, verfolgt jedes Wort, bewertet die Zusammenarbeit im Team und entdeckt kleine Fehler. „Die Vitalfunktionen habt ihr nicht überprüft. Auch wenn sie ansprechbar ist, müsst ihr den Puls messen“, sagt sie. Nicht nur mit dem Opfer reden, sondern auch Händchen halten und streicheln. Das gebe Sicherheit, wirke beruhigend. Ganz wichtig: „Handschuhe zum Eigenschutz nicht vergessen.“

Zwölf Stationen sind in Putlitz vorbereitet. In den Szenarien geht es um Unterkühlung, Knochenbrüche, Herz-Lungen-Wiederbelebung. Im Wald muss aus Stöckern und kleinen Ästen eine provisorische Trage gebaut werden.

Die Gäste aus Parchim versorgen gerade ein Unfallopfer. Florian Kurt legt einen Kopfverband an. „Unser Mitglied Guido Korn kommt aus Putlitz und hat uns mit eingeladen“, erzählt die Gruppenführerin Jennifer Worlich. Ihr eigener Wettkampf findet in Lübz statt, aber so könnten sie hier schon einmal trainieren.

Uwe Damnig vom DRK Prignitz hat diesen Tag mit vorbereitet. Man habe sich aus gutem Grund für Putlitz entschieden. „Bürgermeister Bernd Dannemann ist sehr aufgeschlossen, unterstützt unser Anliegen“, so Damnig. Bis vor wenigen Jahren hätte es in Putlitz kein Jugendrotkreuz gegeben. „In fünf Jahren wurde eine Gruppe aufgebaut, die rund 30 Mitglieder zählt“, sagt er. Die Ausbildung übernimmt Angela Pank.  

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