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Der Prignitzer

17. November 2017 | 22:26 Uhr

Hähne krähen um die Wette

vom

svz.de von
erstellt am 24.Jun.2013 | 11:25 Uhr

Für den kleinen Chabo-Rassehahn führt trotz Verweigerung am Sonnabend in Bad Wilsnack der Weg nicht geradewegs in den Kochtopf. Mit Blick auf die Hennen auf seinem Hühnerhof sagt Wilfried Springler schmunzelnd: „Mein Hahn hat andere Qualitäten.“ Springler ist Vorsitzender des Kleintierzüchtervereins Havelberg und Umgebung. Am Samstag trafen sich Züchter zum ersten offiziellen Hähnewettkrähen ihres Vereins.

Eine Stunde lang schauten die Züchter den elf Hähnen, die in Käfigen nebeneinander untergebracht waren, auf den Schnabel. Für jedes Krähen gab es einen Strich. Während der Springlersche Chabo eine Stunden lang ganz und gar den Schnabel hielt, krähte der Zwerg-Wyandottenhahn von Uwe Torney aus Bad Wilsnack in den 60 Minuten sage und schreibe 125 Mal und war damit der überlegene Sieger. Auf die Frage, ob man die Krähfreudigkeit eines Hahns irgendwie beeinflussen kann, schüttelt Marco Poschmann, 2. Vereinsvorsitzender, den Kopf: „Eigentlich nicht. Es hängt von der Tagesform ab.“

Dem ersten Wettkrähen wird wohl ein zweites folgen, auch wenn der Vormittag für einen der Züchter nicht gut endete. Sein Hahn ergriff die Chance und machte sich aus seinem Käfig in die Freiheit davon. Er wäre der zwölfte gewesen, der mit den anderen um die Wette rufen sollte.

Dass der Havelberger Verein sich für das Grüne Klassenzimmer in Bad Wilsnack und nicht für die Domstadt als Austragungsort seines Wettkrähens entschied, hat ganz praktische Gründe. „Wir heißen zwar Kleintierzüchterverein Havelberg, die Mehrzahl unser Mitglieder kommt aber nicht mehr von dort“, erklärt Poschmann. Sie kommen mittlerweile aus der Prignitz und aus der Ostprignitz. Da die Züchter sich 1954 in Havelberg zusammentaten, wollen sie die Tradition hochhalten, wechselten aber offiziell am 7. November 2011 in den Landkreis Prignitz. Die jährlichen Elb-Havel-Schauen als züchterische Leistungsspiegel des Vereins finden im Glöwener Gasthaus „Zur Quelle“ statt. 2014 gibt es eine Jubiläumsschau, nämlich die 60. Erfreulich ist, so der Vorstand, dass neben der Zucht von rassigen Hühnern, Tauben und Enten auch die Kaninchenzucht wieder im Verein heimisch wird. 52 Mitglieder hat der Verein aktuell, acht von ihnen, darunter auch Poschmann, halten Langohren.

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