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Schülerzahlen Prignitz : Gymnasium Perleberg nur zweizügig

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Schulamt nennt vorläufige Zahlen für die 7. Klassen / Kreisstadt muss Schüler abgeben

von
erstellt am 07.Mai.2015 | 20:00 Uhr

Nach Informationen unserer Zeitung soll es im nächsten Schuljahr in Perleberg nur zwei siebente Klassen am Gymnasium geben. Wittenberge und Pritzwalk könnten dreizügig starten. Das Staatliche Schulamt in Neuruppin bestätigt dies auf Anfrage, aber dessen Leiter Karl-Heinz Kowalzik betont, dass das Verfahren noch nicht beendet sei. Erst Ende Mai gebe es Gewissheit.

Nach seiner Aussage liegen für das Gymnasium Wittenberge 69 Anmeldungen vor, für Perleberg und Pritzwalk seien es 63. Nur in Wittenberge und in Pritzwalk seien drei Klassen geplant, in Perleberg hingegen zwei: „Das Gymnasium Perleberg wird ein Auswahlverfahren durchführen und sieben Anmeldungen an die Zweitwunschschulen weitergeben“, sagt Kowalzik. Sowohl Pritzwalk und Wittenberge könnten diese Schüler aufnehmen.

„Die Zuweisung an Lehrerstellen für die Regionalstelle Neuruppin gestattet es nicht, auch in anderen vergleichbaren Fällen, bei 63 Anmeldungen, an den Gymnasien drei Klassen einzurichten“, begründet Kowalzik die vorläufige Entscheidung. Offen bleibt, warum die Kreisstadt nur zwei, aber Pritzwalk bei 63 Anmeldungen drei Klassen zugestanden werden.

Der Frequenzrichtwert an den Gymnasien liegt bei 27 Schülern, auch 28 sind möglich. 30 Schüler pro Klasse ist der Maximalwert und nur in Ausnahmefällen zulässig. Dem muss die Schulkonferenz zustimmen.

So eine Ausnahmesituation werde nicht angestrebt, sagt Kowalzik gegenüber unserer Zeitung. Seine Behörde versuche, insbesondere für die Schüler optimale Lösungen zu finden. Dies werde beeinflusst von den zur Verfügung stehenden Schulstandorten und vom Lehrpersonal. „Uns ist bewusst, dass diese optimale Lösung nicht in allen Fällen gelingen kann“, räumt Karl-Heinz Kowalzik ein.

Der Prignitzer Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann (CDU) kenne diesen Zwischenstand, bestätigt er. Eine Zweizügigkeit egal an welchem Standort sei schwierig, so Hoffmann. Er sieht Klärungsbedarf. In seiner Funktion als Vorsitzender des Bildungsausschusses des Kreistages habe er den Schulamtsleiter eingeladen. „Er soll die Entscheidung begründen und Fragen der Kreistagsabgeordneten beantworten“, sagt Hoffmann. Die Sitzung findet am 2. Juni statt und ist öffentlich.

In den vergangenen Jahren waren alle drei Gymnasien dreizügig. Mittelfristig kann eine Zweizügigkeit Probleme verursachen, nämlich dann, wenn die Schüler in die elfte Klasse wechseln. Erfahrungsgemäß verlassen dann einige das Gymnasium, beginnen eine Ausbildung oder wechseln an das Oberstufenzentrum.

„Für die verbleibenden Schüler ist es schwierig, ein gutes Kursangebot zu realisieren“, sagt Hoffmann. Eine Ausnahme mit 30 Schülern lehnt er grundsätzlich ab. In so einem Fall könnte eine Schule selbst bei Zuzug keine Kinder mehr aufnehmen.

 

 

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