Millioneninvestition in Perleberg : GWG baut neue Wohnungen

Vom Keller bis zum Dach wird hier derzeit die ehemalige Uniformschneiderei saniert und in ein modernes Wohnambiente verwandelt.
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Vom Keller bis zum Dach wird hier derzeit die ehemalige Uniformschneiderei saniert und in ein modernes Wohnambiente verwandelt.

Im Bereich der Dobberziner Straße werden 19 altersgerechte Wohnungen entstehen

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23. Juni 2016, 05:00 Uhr

Der vermietbare Leerstand der Wohnungsgesellschaft hat ein absolutes Tief erreicht. „Er liegt derzeit bei 4,3 Prozent und da zählen auch unsere Wohnungen in Karstädt dazu“, listet Geschäftsführer Klaus Neumann auf. Zum Vergleich, im selben Zeitraum des Vorjahres waren es noch 11,5 Prozent. Zum einen habe man im vergangenen Jahr einen 80er WE-Block in Karstädt abgerissen, zum anderen „haben wir viele Wohnungen auch für unsere Neubürger zur Verfügung gestellt“, erläutert der Geschäftsführer. Und nicht ohne Stolz betont er dabei, dass der Leerstand in Perleberg noch gravierender zurückgegangen sei, von sieben Prozent auf jetzt 3,1 Prozent. Und diesen habe man insbesondere in der Platte, denn der Trend, in der Altstadt zu wohnen, sei ungebrochen. Entsprechend die Nachfrage.

Weniger Leerstand, dass heißt, weniger Mietausfall und „wir haben mehr, um zu investieren“, führt Klaus Neumann den Gedanken fort. Zum einen wolle man mehr Geld in Reparaturen stecken, aber „wir haben auch vor, in den nächsten Jahren neue Wohnungen zu bauen“.

Stattliche 4,5 Millionen will die GWG im Zeitraum 2016 bis 2018 investieren. Allein in die Karl-Marx-Straße fließen davon 1,5 Millionen. Vom Keller bis zum Dach wird hier derzeit die ehemalige Uniformschneiderei saniert und in ein modernes Wohnambiente verwandelt. Fünf Wohnungen entstehen und Räumlichkeiten für drei Gewerbe. Im Oktober sollen bereits die neuen Mieter einziehen.

Vorbereitet wird derweil die Sanierung eines der ältesten Häuser der Stadt, die Karl-Marx-Straße 8, sowie die Heilige-Geist-Straße 3. Baubeginn ist im nächsten Jahr hier vorgesehen.

„Außer die Bäckerstraße 11 und die Puschkinstraße 12 haben wir damit keine unsanierten Objekte mehr im Altstadtbereich“, betont der Geschäftsführer. Auch ein Grund warum man sich ernsthaft mit dem Gedanken trägt, auch Wohnungen neu zu bauen. Im Bereich der Dobberziner Straße in direkter Nachbarschaft des DRK werden 19 altersgerechte Wohnungen entstehen – auf zwei Etagen und zwischen 60 bis 75 Quadratmeter groß. „Geeignet für ältere Menschen wie auch für junge Mieter – eben Wohnungen in denen man auch alt werden kann“, ergänzt Klaus Neumann. Rund zwei Millionen Euro will die GWG in das Vorhaben investieren, das schon im kommenden Jahr in Angriff genommen werden soll. Mit dem Neubau wolle man den Bestand an Wohnungen insgesamt erhalten und das auf einem der Zeit entsprechenden Niveau.

In diesem Zusammenhang müsse man aber auch über den Stadtumbau Ost nachdenken, so Klaus Neumann. Konkret heißt das, nach 2020 auch einen Abriss von Plattenbauten in Perleberg im Auge zu haben. Das verlange die prognostizierte Zukunft.

Zu den 4,5 Millionen Euro investiert die GWG noch eine weitere Million. „Und die fließt in die Sanierung vor allem von Hausfluren und Fassenden. Zum Teil haben wir diese vor 20 Jahren auf Vordermann gebracht, so dass es jetzt wieder dringend Zeit wird“, so der Geschäftsführer. Als Beispiel führt er die Kurmärker Straße an. Nach 1990 war der Block einer der ersten, den die GWG in Angriff genommen habe, entsprechend sehe er heute auch aus. „Da müssen wir dringend in den nächsten Jahren ran“, so GWG-Geschäftsführer Klaus Neumann. 

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