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Agrargenossenschaft Quitzow : Gute Kartoffel- und Maisernte

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Rodung in vollem Gange / Agrargenossenschaft Quitzow plant 2,2 Millionen-Investition für Sanierung und Ausbau eines alten Kuhstalles

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erstellt am 06.Sep.2016 | 05:00 Uhr

„Die niedrigen Milchpreise spüren auch wir. Im Vergleich zum Vorjahr waren das bis August rund 150 000 Euro, die wir weniger erzielt haben“, überschlägt Edwin Grönboldt, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Quitzow. Mit 400 Kühen sei man da noch ein relativ kleiner Milchbetrieb. Doch auch beim Getreide kommt in diesem Jahr alles andere als Freude auf. Rund zwölf Prozent weniger wurden geerntet, bei Raps sind es gar rund 40 Prozent weniger. Der Grund: Das Saatgut wird nicht mehr gebeizt, der Erdfloh schädigt dadurch die Pflanzen bereits im Herbst. Dazu das nicht gerade optimale Frühjahr, das zu kalt und zu trocken war und nur eine kurze Blüte zuließ. Summa summarum sind das rund 500 000 Euro, die die Agrargenossenschaft in diesem Jahr bis dato weniger erzielt habe.

Doch wo Schatten, da ist auch Licht, gibt sich Edwin Grönboldt dennoch optimistisch. Denn der Schlachtpreis für Schweine habe in den letzten sechs Wochen tüchtig angezogen. Über den Grund lasse sich da nur spekulieren, denn Fakt ist, Deutschland produziere einen Versorgungsgrad von 120 Prozent, ist so auf den Export angewiesen, betont Grönboldt.

Ein weiterer Silberstreif am Horizont – eine gute Kartoffel- und Maisernte deutet sich an. „Unsere drei Roder laufen bereits auf vollen Touren“, so der Quitzower Geschäftsführer. 340 Hektar Kartoffeln sind zu ernten, etwa zehn Prozent sind geschafft, überschlägt er. Derzeit liefere die Agrargenossenschaft vor allem an die Verarbeitungsbetriebe. An die 700 Tonnen wurden bereits nach Kyritz, Dallmin und Hagenow gefahren, 6000 Tonnen stehen noch aus.

Etwa 13 500 Tonnen Kartoffeln wollen die Quitzower in diesem Jahr vom Acker holen. Neben jenen für die Verarbeitung fallen vor allem die Pflanzkartoffeln ins Gewicht. Rund 500 Tonnen gehen dann auch noch zur Eigenvermarktung in den Hofladen.

„Die gute Ernte ist natürlich auch ein Plus mit Blick auf die wirtschaftliche Seite“, so Edwin Grönboldt. Wichtig nicht zuletzt auch, weil die Quitzower weiter investieren wollen. Konkret 2,2 Millionen in den Ausbau und die Sanierung des Kuhstalls am Ort. 1993 erbaut, sei jener samt Technik nun auch schon wieder 23 Jahre alt. 90 Plätze sollen hier dazu kommen, so dass „alle unsere 400 Kühe dann am Standort Quitzow stehen. Die Milchproduktion in Baek wird dann eingestellt.“ Investiert werde zudem in neue, moderne Technik, sprich ein Melkzentrum mit Melkkarussell, das 28 Plätze hat. Auch die Silo-Anlage werde erneuert.

„Die Baugenehmigung haben wir gerade erhalten“, so Edwin Grönboldt und betont in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit der unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises. Geplant sei, dass im Herbst 2017 der alte Stall in Quitzow komplett erneuert ist.  

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