Gut gerockt, aber wenig besucht

<strong>Die erste Band </strong>Bad Intention ließ es gleich richtig krachen. Bassist Michael Bowe ...
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Die erste Band Bad Intention ließ es gleich richtig krachen. Bassist Michael Bowe ...

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29. Juli 2012, 04:47 Uhr

Kuhbier | Lautstärke sind die Kuhbierer ob ihrer stark befahrenen Ortsdurchfahrtsstraße ja eigentlich gewöhnt. Doch jedes Jahr Ende Juli nimmt der Geräuschpegel noch einmal drastisch zu. Dann nämlich, wenn auf der Wiese unweit der Dorfkirche das Kuhstock-Open-Air steigt. Am Samstagabend folgte die mittlerweile neunte Auflage des Musikfestivals für Fans der eher härteren Gangart.

Sechs Bands aus den Bereichen Punk, Metal und Rock konnten Karsten Lehmann, Nico Beer und Manuel Sauer, die drei Macher des Festivals, verpflichten. "Leider haben wir dieses Mal keine regionale Band dabei", bedauert Lehmann. Ihrem Anspruch, jede Band nur einmal beim Kuhstock-Open-Air spielen zu lassen, sind sie dennoch nachgekommen. Das diesjährige Line-Up bestritten die Punkrockbands Bad Intention aus Bremen und IchSucht aus Hamburg, die Metaller New Born Hate aus Heidelberg und Arranged Chaos aus Leipzig, die Rockband Etepetete aus der Hauptstadt und schließlich Vogelfrey aus Hamburg, die Mittelalter-Rock und Folk-Metal spielten. "Eine gute Mischung, da ist für jeden was dabei", meint Lehmann. "Und es hat auch niemand abgesagt. Das haben wir auch schon anders erlebt", fügt er hinzu.

Die drei Organisatoren finden am Samstag kaum eine Minute zum Verschnaufen. An Schlaf ist für sie in dieser Nacht nicht zu denken. "Das wird wohl erst Sonntagnachmittag was." Doch Karsten Lehmann, Nico Beer und Manuel Sauer sind nicht die einzigen, die während des Festivals arbeiten. 20 Kuhbierer packen mit an, schenken Getränke aus oder sitzen an der Kasse. "Das Frühschoppen am Sonntag ist ein Dankeschön an sie", so Lehmann. Das muss in diesem Jahr übrigens aus Kostengründen zum ersten Mal ohne eine Live-Band auskommen.

Etwas enttäuscht zeigte sich Karsten Lehmann Sonnabend angesichts der unerwartet geringen Besucherzahl. "Es kamen nur etwas über 300 Leute. Dabei hat das Wetter mitgespielt und andere Veranstaltungen parallel gab es ja auch keine." Gerechnet hatte er mit 400 Besuchern. "Das nächste Kuhstock wird aber auf jeden Fall stattfinden", verspricht er. "Die Frage ist nur, in welcher Form."

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